Der Myslicismus.
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und Viel freie Zeit forderte, von der also Krethi und Plethiausgeschlossen waren. Damit wurde die Bayreuth-Wanderungzu einem Vorrechte der Reichen und Vornehmen, und es bekamfür die Snobs beider Welten einen hohen gesellschaftlichenWerth, in Bayreuth gewesen zu sein. Man konnte mit derReise Staat machen. Man konnte auf sie hochmüthig sein.Man gehörte nicht mehr zum gemeinen Troß, sondern zur Auslese.Man war ein Hadschi! Und die weisen Morgenländer kennendie besondere Eitelkeit der Hadschis so genau, daß einsihrer Sprichwörter vor dem frommen Manne, der dreimal inMekka war, ausdrücklich warnt.
Es wurde also ein Merkmal der Aristokratie, nach Bay-reuth gepilgert zu sein, und der geistigen Vornehmheit, Wagnertrotz seiner Nationalität zu schätzen. Das günstige Vorur-theil für ihn war geschaffen und kam man erst mit diesem zuihm, so war kein Grund, weshalb er nicht auf ausländischeHysteriker ebenso wirken sollte wie auf deutsche. Namentlich„Parsifal" mußte die französischen Neokatholiken und die eng-lisch-amerikanischen Mystiker, die hinter der Fahne der Heils-armee marschiren, vollkommen überwältigen. Diese Oper istes denn auch hauptsächlich, mit der Wagner bei seinen nicht-deutschen Bewunderern triumphirt. Die Parsifal-Musik anzu-hören ist eine gottesdienstliche Handlung aller Jener geworden,die das Abendmahl in musikalischer Gestalt nehmen wollen.
Dies sind die Gründe, welche es erklären, daß Wagnerzuerst Deutschland und dann den Erdball erobert hat. DieUrtheillosigkeit des unselbstständigen Haufens, der beim Psalmo-diren die Antiphonie besorgt, die Nachahmung der Musikerohne Eigenart, die bei ihm den Erfolg sahen und sich als dierichtigen „Büblein, die mitgenommen werden wollen", anseine Rockschöße klammerten, thaten ein klebriges, um ihm dieWelt zu Füßen zu legen. Von allen Verirrungen der Ge-genwart ist die Wagnerei, wie die verbreitetste, so die wich-