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Das zwanzigste Jahrhundert.
hin gönnen mag, denn sie haben ihr niederträchtiges Gewerbefrei gewählt und betreiben es aus Gewinnsucht, Eitelkeit undArbeitsscheu. Die systematische Aufreizung der Lüsternheitbringt dem einzelnen Menschen den schwersten Schaden an derleiblichen und geistigen Gesundheit^ und eine aus geschlechtlichüberreizten Individuen bestehende Gesellschaft, die keine Selbst-beherrschung, keine Zucht, keine Scham mehr kennt, geht demsichern Untergang entgegen, da sie zu stumpf und schlaff ist,um noch größere Aufgaben erfüllen zu können. Der Porno-graph verseucht die Quellen, aus denen das Leben der künftigenGeschlechter fließt. Keine Arbeit ist der Gesittung so mühseliggeworden wie die der Bändigung der Lüsternheit. Der Porno-graph will uns um die Frucht dieser härtesten Anstrengungder Menschheit bringen. Für ihn dürfen wir keine Schonung*haben.
Die Polizei kann uns nicht helfen. Der Staatsanwaltund Strafrichter sind nicht die richtigen Beschützer der Gesell-schaft gegen Verbrechen mit der Feder und dem Stifte. Siemischen in ihr Vorgehen zu viel Rücksicht auf Interessen, dienicht immer, nicht nothwendig die der gebildeten und sittlichenMenschen sind. Der Gendarm hat so oft im Dienste einerbevorrechteten Klaffe, der unleidlichen Ueberhebung der Aemter,des Unfehlbarkeits-Dünkels von Ministern und sonstigen Re-gierungsmännern, des unwürdigsten Byzantinismus und desdümmsten Aberglaubens einschreiten müssen, daß er den Menschennicht entehrt, dem er die schwere Hand auf die Schulter legt.Darauf aber kommt es an: der Pornograph muß mit Ehr-losigkeit gebrandmarkt sein ^ und ein Strafurtheil des Richtershat nicht mit Sicherheit diese Wirkung.
Die Verurtheilung von Werken, welche auf -Unzucht speku-liren, muß von Männern ausgehen, an deren Vorurtheils-losigkeit, Geistesfreiheit, Verständniß und Unabhängigkeit Nie-mand zweifelt. Das Wort solcher Männer würde auf das