Druckschrift 
2 (1893)
Entstehung
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II. Parnassier und Dialroliker.

Man hat sich daran gewöhnt, die französischen Parnassierals eine Schule zu bezeichnen, aber diejenigen, die mit demWorte gemeint sind, haben sich immer dagegen verwahrt, daßman sie in einen Gattungsnamen einpferche. Catulle Mendös,einer der unzweifelhaftesten Parnassier, ruftsi:Wir sind nieeine Schule gewesen. . . Der Parnaß! Wir haben nicht ein-mal eine Vorrede geschrieben! Blättern Sie die Lovue tnn-taisists durch und suchen Sie in ihr eine Zeile der Kritik voneinem von uns zu finden! Der Parnaß ist aus einem Be-dürfniß des Widerstandes gegen die Verlotterung der Dichtung,welche der Anhang von Murger: Charles Bataille, AmedseRoland, Jean du Boys, verschuldete, hervorgegangen; dannwar er ein Bund von Geistern, die durch gemeinsame Liebezur Kunst verknüpft waren."

Der NameParnassier" wird in der That auf eine ganzeReihe von Dichtern und Schriftstellern angewendet, die kaumEtwas mit einander gemein haben. Es ist ein rein äußerlichesBand, das sie vereinigt: ihre Werke sind beim Pariser Ver-leger Lemerre erschienen, derParnassier" machen konnte, wieder Cottasche Verlag in der ersten Hälfte dieses Jahrhundertsdeutsche Klassiker machte. Die Bezeichnung selbst rührt von

>) Jules Huret, töruzusts sur svolution littsrairs. Paris, 1891.S. 288.