Pflicht, sich an dem Werke der Bcschützung und Rettung dernoch nicht zu tief Erkrankten zu betheiligen. Nur wenn Jederseine Schuldigkeit thut, kann die geistige Seuche eingedämmtwerden. Es ist nicht angebracht, blos die Achseln zu zuckenund verächtlich zu lächeln. Während die Gleichgiltigen sichdamit trösten, daß „kein Vernünftiger diesen Blödsinn ernstnimmt", thun Wahnsinn und Verbrechen ihr Werk und ver-giften ein ganzes Geschlecht.
Die Mystiker, besonders aber die Ichsüchtigen und die un-flätigen Pseudo-Realisten, sind Gesellschaftsfeinde schlimmster Art.Die Gesellschaft muß sich unbedingt gegen sie vertheidigen. Wermit mir glaubt, daß die Gesellschaft die natürliche, organischeForm der Menschheit ist, in der allein sie leben, gedeihen und*sich zu höheren Geschicken weiterentwickeln kann, wer die Gesittungfür ein Gut hält, das Werth hat und vertheidigt zu werden ver-dient, der muß unerbittlich den Daumen auf das gesellschaft-feindliche Ungeziefer drücken. Wer mit Nietzsche für das „freischweifende lüsterne Raubthier" schwärmt, dem rufen wir zu:„Hinaus aus der Gesittung! Schweife fern von uns! Seilüsternes Raubthier in der Wildniß! Genüge dir! Ebne dirWege, errichte dir Hütten, kleide und nähre dich, wie du kannst!Unsere Straßen und Häuser sind nicht für dich gebaut, unsereWebstühle haben keine Stoffe für dich, unsere Aecker sind nichtfür dich bestellt. Alle unsere Arbeit ist von Menschen gethan,die einander schätzen, auf einander Rücksicht nehmen, einandergegenseitig helfen und ihre Selbstsucht zum gemeinen Wähle zuzügeln wissen. Für das lüsterne Raubthier ist bei uns keinPlatz.und wenn du dich unter uns wagst, so schlagen wir dichunbarmherzig mit Knüppeln todt."
Und noch entschiedener gilt es, gegen die kothlöffelndeSchweinebande der berufsmäßigen Pornographen Partei zunehmen. Diese haben keinen Anspruch auf das Maß von Mit-leid, das man den eigentlichen Entarteten als Kranken immer-