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Das zwanzigste Jahrhundert.
dieser Bande, die sich untersteht, von Freiheit und Fortschrittzu sprechen. Sie will die Zukunft sein. Das ist einer ihrerHauptansprüche. Das ist eins der Mittel, mit denen sie diemeisten Gimpel fängt. Wir haben aber in allen einzelnenFällen gesehen, daß sie nicht die Zukunft, sondern die ver-schollenste, fabelhafteste Vergangenheit ist. Die Entartetenlallen und stammeln statt zu sprechen. Sie stoßen einsilbigeSchreie aus, statt grammatikalisch und syntaktisch gegliederteSätze zu bauen. Sie zeichnen und malen wie Kinder, die mitunnützen Händen Tische und Wände beschmutzen. Sie machenMusik wie die gelben Menschen Ostasiens. Sie mischen alleKunstgattungen durch einander und führen sie zu den Urformenzurück, die sie hatten, ehe die Entwickelung sie differenzirt hat.Jeder Zug an ihnen ist atavistische und wir wissen ja überhaupt,daß Atavismus eines der ständigsten Merkmale der Entartungist. Lombroso hat überzeugend nachgewiesen, daß auch vieleEigenthümlichkeiten des von ihm beschriebenen Typus geborenerVerbrecher Atavismen sind. Schnellfertige Kritiker glaubteneinen sehr schlauen Einwand gesunden zu haben, als sie ihm mitselbstgefälligem Lächeln diese Kritik entgegenhielten: „Der Triebzum Verbrechen soll zugleich Entartung und Atavismus sein.Diese beiden Behauptungen schließen einander aber aus. Ent-artung ist eine krankhafte Verfassung; der beste Beweis dafür ist,daß der entartete Typus sich nicht fortpflanzt, sondern ausstirbt.Atavismus ist Rückkehr zu frühen Zuständen, die nicht krank-haft gewesen sein können, da die Menschen, die in jenen Zu-ständen gelebt, sich entwickelt haben und fortgeschritten sind.Rückkehr zu einem, wenn auch entlegenen, so doch gesunden Zu-stand kann aber unmöglich Krankheit sein." Dieses ganzeGerede hat seine Wurzel in dem hartnäckigen Aberglauben,welcher in der Krankheit einen von der Gesundheit im Wesenverschiedenen Zustand sehen will. Es ist ein gutes Beispielder Verwirrung, die ein Wort in unklaren oder unwissenden