II. Therapie.
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lassen werden. An ihnen ist nichts zu retten und zu besser».Sie werden eine Zeit lang rasen und dann untergehen. Fürsie ist dieses Buch offenbar nicht geschrieben. Es ist aber zuerreichen, daß die Zeitkrankheit nach dem ausgezeichneten Aus-drucke der deutschen Heilkunde „auf ihre anatomische Noth-wendigkeit beschränkt wird", und dieses Ziel muß mit allenKräften angestrcbt werden. Denn heute folgen den Entartungs-richtungen außer denen, die durch ihre organische Verfassunghierzu unerlösbar verurtheilt sind, auch Viele, die nur derMode und gewissen schlauen Täuschungen zum Opfer fallen,und diese Verführten kann man auf richtige Bahnen hinüber-zuleiten hoffen. Würde man sie dagegen unthätig den Ein-wirkungen der graphomanischen Narren und ihrer schwach-sinnigen oder ruchlosen kritischen Trabanten überlassen, so wäreeine noch weit raschere und heftigere Ausbreitung der geistigenSeuche die nothwcndige Folge dieser Pflichtversäumniß und diegesittete Menschheit würde sich viel schwerer und langsamer vonder Zeitkrankheit erholen, als es bei richtiger und entschlossenerBekämpfung des Nebels möglich wäre.
Für die leicht Erkrankten und Gesunden, die sich vonlistig ausgesonnenen Schlagworten bethören lassen oder die ausMaulaffen-Gedankenlosigkeit dorthin eilen, wo sie Zulauf sehen,war es vor Allem nothwendig, den Nachweis zu führen, daßdie ästhetischen Moderichtungen ein Ergebniß der Geisteskrank-heit von Entarteten und Hysterikern sind. Gewisse Kritikerglaubten mich bis zur Sprachlosigkeit einzuschüchtern, indem siesagten: „Wenn die angeführten Kennzeichen ein Beweis von Ent-artung und Geisteskrankheit sind, dann ist die Kunst und Dich-tung überhaupt, auch diejenige, die man bisher ohne Vorbehaltbewundert hat, das Werk von Verrückten und Degencrirten, dennauch bei ihnen sind die Merkmale der Entartung anzutreffen."Daraus erwidere ich: wenn die wissenschaftliche Kritik, welchedas Kunstwerk nach den Lehren der Psychologie und Psychiatrie