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DaS zwanzigste Jahrhundert.
entspringen aus der Befriedigung von drei verschiedenen or-ganischen Neigungen oder Tendenzen. Er bedarf der Anregung,welche ihm die Abwechselung bietet; er freut sich, Urbilder inNachahmungen zu erkennen; er vergegenwärtigt sich die Gefühleder Nebenmenschen und empfindet sic mit ihm. Die Ab-wechselung findet er in Werken, welche ihn in Lagen versetzen,die von den ihm bekannten und geläufigen völlig verschiedensind. Das Lustgefühl des Erkenncns gewähren ihm sorgfältigeNachbildungen der ihm vertrauten Wirklichkeit. Seine Sym-pathie läßt ihn an jeder stark und deutlich ausgedrücktenEmotion des Künstlers unter lebhaften eigenen Emotionentheilnehmen. Es wird auch künftig wie bisher Liebhaber fürWerke der Einbildungskraft geben, welche den Leser oder Be-trachter in ferne Zeiten und Länder versetzen oder ihm außer-ordentliche Abenteuer erzählen, andere werden die Werke vor-ziehen, in welchen die treue Beobachtung des Bekannten vor-herrscht, die Feinfühligsten und Entwickeltsten werden sich nurder Werke freuen, in denen sich ihnen eine Seele mit ihremtiefsten Fühlen und Denken offenbart. Die Kunst der Zukunftwird weder romantisch allein, noch realistisch allein, noch indi-vidualistisch allein sein, sondern nach wie vor sowohl durch dieAnekdote zur Neugierde, als auch durch die Nachahmung zurFreude am Erkennen als auch durch die Veräußerlichung derPersönlichkeit des Künstlers zur Sympathie sprechen.
Zwei Bestrebungen, die schon seit geraumer Zeit mit ein-ander im Wettstreite liegen, werden muthmaßtich in der Zukunftnoch heftiger um die Vorherrschaft ringen: die Beobachtungund das freie Walten der Einbildungskraft, kürzer, allerdingsauch ungenauer, gesagt: Realismus und Romantik. Die gutenKünstler werden ohne Zweifel in Folge ihrer höhern geistigen Ent-wickelung immer mehr geneigt und fähig sein, die Welterschei-nung richtig zn sehen und richtig wiederzugeben. Die Mengeaber wird ebenso zweifellos in der Zukunft von den Künstlern