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Der Realismus.
Ringen mit der „Biographie des Rothen" eine Qual, so solltees ihm noch schlimmer ergehen. Eines Tages „traf ihn derFluch, hinterrücks, aus einem vortrefflichen, saftigen und sanftenLachs, dem man keine Tücke ansehen konnte, wie er so mitrosigem Schimmer in, der üppigen Kräutersauce sich wiegte."(Ein gekochter Lachs, der sich wiegte! Das mußte gespenstischanzusehen sein. Und dieser unheimliche Lachs traf ihn „hinter-rücks", obwohl er vor ihm auf dem Tische stand!) „Aber dieseSauce gerade, diese grüne Kräutersauce, der Stolz des Koches —ja, die war es gewesen. Die hatte ihn geschlagen. Aehnlicheshatte er nie gesehen, niemals zuvor, so lange er sich erinnerte,ein milderes und süßeres Grün, so schmachtend und so freudigzugleich, daß man gleich fingen und jauchzen mochte. Dasganze Rokoko war darin, nur noch in einer viel gütigeren,sehnsüchtigeren Note. Es mußte auf sein Bild." Aber erkonnte diese grüne Sauce nie treffen und das war die Tragikseines Lebens. Er „hielt die Wahrheit verschlossen, feige undträge, der einzige, der sie gewähren konnte, er gab es ihnennicht, den Durst zu löschen, das heilende und erlösende Werkseiner Brust", nämlich die grüne Sauce! „Einen Riesenbohrer,mit sengender Schraube, hätte er sich ins Fleisch wälzenmögen, . . . tief, ganz tief, bis ein großes Loch würde, . . .ein ungeheures Triumphthor seiner Kunst, durch welches dieEingeweide sie herausspeien könnten." Daß er seine Kunst inseinen Eingcweiden sucht, kann nicht überraschen, da es sich umgrüne Sauce, also eine Speise, handelt. Merkwürdig ist nur, daßer, um seine Kunst aus seinen Eingeweiden aus Tageslicht zubefördern, erst mit einem Bohrer „ein ungeheures Triumph-thor" schaffen will. Das geschieht doch sonst mit viel einfacherenund weniger gewaltsamen Mitteln!
Was diesem Ringen mit der grünen Sauce zum Zweckihrer Bewältigung in einem „heilenden und erlösenden" Kunst-