I. Zola und die Zolaschulen.
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Huysmans u. s. w., bei Düften, und zwar bei Übeln Düften,verweilen. Barresft läßt (im „Lnusmi ckss Inis") seinekleine Prinzessin sagen: ,„Jch gehe jeden Morgen in denStall — oh, dieser warme und angenehme kleine Stall-geruch' — und sie schnüffelte mit einem reizenden (!) Ausdruckvon Sinnlichkeit." Goncourt ft beschreibt (in ,.km Künstln"),wie die Schauspielerin ihren Lord Annandale zu ihrem Busenriechen läßt: „Riechen Sie; was riechen Sie? sagte sie zuLord Annandale. — Nun, die Nelke, erwiderte er und genoßsie mit seinen Lippen. — Was noch? — Ihre Haut."A. Binetft bemerkt, „daß es die Düste des menschlichen Leibessind, welche die verantwortlichen Ursachen einer gewissen Anzahlvon Ehen waren, die gebildete Männer mit untergeordnetenFrauen, ihren Dienstboten, geschlossen haben. Für gewisse Männerist das Wesentliche an der Frau nicht deren Schönheit, Geist,Charaktergröße, sondern ihr Dust. Das Verlangen nach demgeliebten Dust bestimmt sie, einer alten, häßlichen, lasterhaften,erniedrigten Frau nachzulaufen. Bis zu dieser Höhe gesteigertwird das Wohlgefallen am Duft zu einer Liebeskrankheit."Zu einer Krankheit, füge ich hinzu, an der blos Entartete leiden.Die Beispiele, die Binet im Laufe seiner Arbeit anführt unddie man dort Nachlesen mag, da ich keine Lust habe, sie hierwiederzugeben, beweisen dies zur Genüge >und Krafft-Ebing,wenn er auch „die nahen Beziehungen zwischen Geschlechtssinnund Geruchssinn" betont, stellt doch ausdrücklich fest: „Jeden-ialls spielen in physiologischer Breite" (das heißt innerhalbder Grenzen des gesunden Lebens) . Geruchswahrneh-
0 M. Barrös, K'ennerai tlss iois. Paris, 1893. S. 47.
-s Edmond de Goncourt, Us, Uanstin. Paris, 1882. S. 267.Alfred Binet, U>s tstiedisniv clans I'ainour u. s. w. Paris,i890. S. 26. An den „Seelenriecher" G. Jäger wird der deutscheLeser an dieser Stelle von selbst denken, ich brauche ihn also »icherst anzuführen.