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Der Realismus.
sichtliche Gemeinheit." Diese Eigentümlichkeiten Zolas gebenuns auch endlich ein kennzeichnendes Merkmal des sogenanntenRealismus oder Naturalismus an die Hand, das wir durchpsychologische, ästhetische und literaturgeschichtliche Untersuchungvergebens zu entdecken bemüht waren: der Naturalismus, dermit Natur und Wirklichkeit gar nichts zu schaffen hat, istAlles in Allem absichtliche Pfl eae der Schwarzseherei und Un-flätigkeit. '" '
Der Pessimismus als Philosophie ist ein letzter Rest desurmenschlichen Aberglaubens, welcher den Menschen als Mittel-punkt und Zweck des Weltalls ansah. Er ist eine der philo-sophischen Formen der Ichsucht. Alle Einwendungen derpessimistischen Philosophen gegen Natur und Leben haben nureinen Sinn,, wenn ihre Voraussetzung das Königsrecht desMenschen im Kosmos ist. Wenn der Philosoph sagt: dieNatur ist unvernünftig, die Natur ist unsittlich, die Natur istgrausam, was heißt das Anderes als: ich verstehe die Naturnicht und sie ist doch nur dazu da, daß ich sie verstehe; dieNatur berücksichtigt nicht meinen Nutzen allein und sie hat dochkeine andere Aufgabe, als mir nützlich zu sein; die Natur ge-währt mir nur ein kurzes, oft von Schmerzen heimgesuchtesDasein^und es ist doch ihre Schuldigkeit, für die Ewigkeit meinesLebens und beständige Freuden zu sorgen? Wenn Oscar Wildesich ärgert, daß die Natur zwischen ihm und dem grasendenRinde keinen Unterschied macht, so lächeln wir über diese Kinderei.Aber haben denn die Schopenhauer, Hartmann, Mainländer,Bahnsen etwas Anderes gethan, als die naive SelbstüberhebungWildes mit bitterm Ernst zu dicken Büchern aufzublasen?Der philosophische Pessimismus hat die geozentrische Welt-anschauung zum Postulat. Er steht und fällt mit der ptole-mäischen Lehre. So wie wir uns auf den Standpunkt Koperniksstellen, verlieren wir das Recht, aber auch die Neigung, dieNatur mit dem Maße unserer Logik, unserer Moral und unseres