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Der Realismus.
ausgeschieden werden und mit ihr im Kampfe liegen, diegänzlich fremd in ihre Zeit und in ihr Land hineinragen undihrem Wesen nach Mitglieder nicht irgend eines gesittetenVolkes der Gegenwart, sondern einer Horde wilder Urmenschenin entlegenen Jahrtausenden sind. Zola behauptet, beobachtetesLeben und selbstgesehene Menschen zu schildern. Er hat tat-sächlich nichts gesehen und nichts beobachtet, sondern den Ge-danken seines Lebenswerkes, alle Einzelheiten seines Planes,alle Gestalten seiner zwanzig Romane aus einer einzigenpapierenen Quelle geschöpft, die bezeichnender Weise allen seinenbisherigen Kritikern unbekannt geblieben ist, weil eben keinervon diesen auch nur die geringste Kenntniß des psychiatrischenSchriftthums besitzt. Es gibt in Frankreich eine Familienamens Kerangal, die aus St. Brieuc in der Bretagne stammtund deren Geschichte seit sechzig Jahren die Jahrbücher derStras-Nechtspslcge und Jrrenheilkunde füllt. In zwei Ge-schlechtssolgen hat sie bisher, soweit es den Behörden bekanntgeworden ist, sieben Mörder und Mörderinen, neun Personen,die einen unsittlichen Lebenswandel führten (eine Freudenhaus-Wirthin, eine Dirne, die zugleich Brandstifterin war, Blut-schande trieb und wegen auf offener Straße geübter Unzuchtverurtheilt wurde u. s. w.) und zwischendurch einen Maler, einenDichter, einen Baumeister, eine Schauspielerin, mehrere Blindeund einen Tonsetzer hervorgebrachtJ) Die Geschichte dieserFamilie Kerangal hat Zola den Stoff zu seinen sämmtlichenRomanen geliefert. Was ihm das Leben, das er wirklich
') Die Familie Kerangal ist Gegenstand vieler Arbeiten gewesenund im Fachschriftthum wohlbekannt. Das letzte, was über sie ver-öffentlicht wurde, ist: vr. Paul Aubry, Ilns ünnillo cls viiminsls.^.uvalos Mväieo-psvebologiguss, Serie 7, Band 16, S. 429. Siehenamentlich S. 432—3 den merkwürdigen Stammbaum der Familie,in welchem man sofort den berühmten Stammbaum von ZolasRougon-Macquarts und Quenu-Gradelles wiedererkennt.