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2 (1893)
Entstehung
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Der Realismus.

er inI^a. Reirs" alles Böse, was jemals von französischenBauern oder Landleuten überhaupt bekannt geworden ist, imCharakter und Leben einiger Insassen eines kleinen Dorfes derBeauce vereinigt, so mag er jede Einzelheit mit einem Zeitungs-ausschnitt oder einer Aufzeichnung belegen können, das Ganzeist doch ungeheuerlich und lächerlich unwahr.

Der angebliche Neuerer, der bis dahin unbekannte Methodendes Aufbaus und der Darstellung im Gebiete des Romans er-funden haben soll, ist in Wirklichkeit ein Lehrling der fran-zösischen Romantiker, deren sämmtliche Handwerksgriffe er sichangeeignet hat und anwendet und deren Ueberlieferung er imschnurgeraden Gange des geschichtlichen Zusammenhanges ohneUnterbrechung oder Abweichung weiterführt. Am deutlichstenist dies an den Beschreibungen nachzuweisen, welche zwar nichtdie Welt, wohl aber die Anschauung widerspiegeln, die derDichter von der Welt zu gewinnen vermag. Ich will zumVergleiche einige bezeichnende Stellen aus Victor HugosMtrsOums äs kuris^ und aus verschiedenen Romanen Zolas an-führen, die dem Leser zeigen werden, daß man Beide, den an-geblichen Erfinder desNaturalismus" und den äußerstenRomantiker, einfach verwechseln kann.Die Spritze behieltihren regelmäßigen Athem und ihr Speien einer wund-geschundenen Metallkehle."Der Besen wühlte mit einemgereizten Knurren in den Ecken."Die Kyrie Eleison rieseltenwie ein Schauder durch diese Art Stall."Die Kanzel erhobsich einer Uhr mit Gewichten gegenüber, die in einen Nußholz-schrank eingeschlossen war und deren dumpfe Schläge die ganzeKirche erschütterten, gleich den Schlägen eines Ungeheuern Herzens,das irgendwo, unter den Fliesen, versteckt gewesen wäre."DieSonnenstrahlen zogen sich langsam vom Pflaster des Platzeszurück und kletterten die steile Schauseite empor, deren tausendSchnitzereien sie auf ihren Schatten hervorspringen machten,während die große Kreuzrose gleich einem Cyklopen-Auge