I. Zola und die Zolaschulen.
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auf dem gelblichen und bräunlichen Rosa seiner Gesichts-haut. Durch seine zarten, zerknitterten Ohren, von Fäserchendurchzogene Papierohren, erschien das durchschimmernde Lichtrothgelb." „Die Luft, von Wasser gestreift, hatte eine Ueber-waschung mit jenem Blau-Violett, womit die Malerei dieDurchsichtigkeit groben Glases nachahmt. . . Das erste lebhafteLächeln des Grüns begann auf den schwarzen Zweigen derBäume, wo man, wie Pinselhiebe, Frühlings-Hintupfungenzu sehen glaubte, welche leichte Anreibungen von grüner Aschehinterließen."
Das ist das Verfahren des Impressionismus. Der Dichterthut, als wäre er ein Maler, er gibt vor, die Erscheinung nichtals Begriff zu erfassen, sondern als bloße Sinneserregung zuempfinden, er schreibt Farbennamen hin, wie der KünstlerFarbenschichten auflegt, und bildet sich ein, er habe nunmehrdem Leser einen besonders starken Eindruck der Wirklichkeitgegeben; das ist aber eine kindische Selbsttäuschung, denn derLeser bekommt doch keine Farben, sondern nur Worte zu sehen,er muß sich die Farben-Namen wie jedes andere Wort in Vor-stellung umsetzen und mit demselben Aufwands von Geistes-thätigkeit würde er sich einen viel lebhaftem Eindruck verschaffen,wenn man ihm nicht die optischen Elemente der Erscheinunghinter einander schwerfällig anfzählen, sondern die Erscheinungzu einem Begriff fertig verarbeitet vorlegen würde. Zola hatdiese Verdrehtheit den Goncourts richtig genug abgeguckt, abererfunden hat er sie nicht.
Eine andere Besonderheit Zolas soll die Beachtung undWiedergabe des „milien", der menschlichen und sachlichen Um-gebung der dargestellten Menschen, sein. Nach der Schwelgereiin nichtssagender Beschreibung und nach dem Impressionismuswirkt die Theorie des „milierE ungemein spaßhaft, denn sie istdas genaue Gegentheil der psychologischen Theorie, aus welcherImpressionismus und Beschreibungswuth hervorgehen. Der