V. Friedrich Nietzsche.
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(er hat „Freundschaften" schlecht gehört) oder er redet seinenSprachzentren sogar gänzlich unverstandene, nichts bedeutendeLaute nach: „Da ging ich zum Thore: Alpa! rief ich, wer trägtseine Asche zu Berge? Alpa! Alpa! Wer trägt seine Asche zuBerge?"
Häufig gesellt er seine Ideen nicht nach dem Wortklange,sondern nach der Ähnlichkeit oder gewohnheitsmäßigen Nachbar-schaft der Begriffe, dann entstehen das „analogische" Denkenund die Gedankenfincht, bei der er nach Griesingers Ausdruck„aus dem Hundertsten ins Tausendste kommt". Vom „asketischenIdeal" sprechend, führt er z. B. aus, daß die starken und vor-nehmen Geister sich in die Wüste flüchten, und fügt unver-mittelt hinzu: „Es fehlt allerdings auch in ihr nicht an Ka-meelen." Die Vorstellung der Wüste hat die mit ihr gewohn-heitsmäßig gesellte Vorstellung der Kameele unwiderstehlichnach sich gezogen. Ein andermal sagt er: „Man mißverstehtdas Naubthier und den Naubmenschen, z. B. Cesare Borgia,gründlich; man mißversteht die Natur, so lange man noch nacheiner Krankhaftigkeit im Grunde dieser gesündesten aller tropischenUnthiere und Gewächse sucht. Es scheint, daß es bei denMoralisten einen Haß gegen den Urwald und gegen die Tropengibt? Und daß der tropische Mensch um jeden Preis diskreditirtwerden muß? Warum doch? Zu Gunsten der gemäßigtenZone? Zu Gunsten der gemäßigten Menschen? Der Mittel-mäßigen?" Hier drängt sich ihm bei der Betrachtung CäsarBorgias der Vergleich mit einem Raubthier aus; dieses machtihn an die Tropen, die heiße Zone denken, von der heißenZone kommt er zur gemüßigten, von ihr zum „gemäßigten"und durch die Klangähnlichkeit zum „mittelmäßigen" Menschen.
„Wahrlich, schon ist nichts mehr von der Welt übrig alsgrüne Dämmerung und grüne Blitze. Treibt es, wie ihr wollt,ihr Uebermüthigen, . . . schüttet eure Smaragden hinab in dietiefste Tiefe." Die ganz unverständlichen „Smaragden" sind