Druckschrift 
2 (1893)
Entstehung
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Die Jch-Sucht.

einem,Winde gleich will ich einst noch zwischen sie blasen."

Licht bin ich . . . aber dies ist meine Einsamkeit, daßich von Licht umgürtet bin. . . Ich lebe in meinem eigenenLicht, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mirbrechen."

Stumm über brausendem Meere bist du mir heute aus-gegangcu."Sie errathen nichts vom Brausen meines Glücks."Singe und brause über, oh Zarathustra!"Fast zu heftigströmst du mir, Quell der Lust . . . allzu heftig strömt dirnoch mein Herz entgegen."Nun bricht wie ein Born auSmir mein Verlangen."

Ein Geruch ist oft an ihrer Weisheit, als ob sie ausdem Sumpfe stamme."Ach, daß ich so lange unter ihremLärm und üblem Athem lebte. Oh selige Stille um mich!Oh reine Gerüche um mich!"Das war der Lug meinesMitleids, daß ich Jedem es ansah und auroch, was ihm Geistesgenug . . . war. . . Mit seligen Nüstern athmete ich wiederBerqes-Freiheit! Erlöst ist endlich meine Nase vom Geruchalles Menscheuwesens!"Schlechte Luft! Schlechte Luft! . . .Daß ich die Eingeweide einer mißrathenen Seele riechen muß!"Diese Werkstätte, wo man Ideale fabrizirt, mich dünkt, siestinkt vor lauter Lügen."Dem Gesindel gingen wir aus demWege . . ., dem Krämer-Gestank, . . . dem Übeln Athem."Vor diesem Gesindel, das gen Himmel stinkt."Oh reineGerüche um mich! . . . Diese höheren Menschen insgesammtriechen sie vielleicht nicht gut?" U. s. w.

Seine besondere Färbung erhält Nietzsches Denken, wiediese Proben zeigen, von seinen Sinnestäuschungen und vonder Erregung der Zentren, welche Bewegungs-Vorstellungenbilden, die in Folge einer Störung des Mechanismus der Ver-knüpfungen nicht in Bewegungs-Antriebe umgesetzt werden,sondern reine Vorstellungs-Bilder ohne Einfluß aus dieMuskeln bleiben.