Druckschrift 
2 (1893)
Entstehung
Seite
339
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V. Friedrich Nietzsche.

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will mein ganzer Wille, in dich hinein fliegen."Bereit undund ungeduldig zu fliegen, davonzufliegen das ist nun meineArt."Meine weise Sehnsucht schrie und lachte also ausmir, . . . meine große flügelbrausende Sehnsucht. Und oft rißsie mich fort und hinaus und mitten im Lachen: da flog ichwohl schaudernd, . . . dorthin, wo Götter tanzend sich allerKleider schämen."Wenn ich je stille Himmel über mir aus-spannte und mit eignen Flügeln in eigne Himmel flog. . .Wenn meine Bosheit eine lachende Bosheit ist . . . und wenndas mein A und O ist, daß alles Schwere leicht, aller LeibTänzer, aller Geist Vogel werde: und wahrlich, das ist meinA und O." U. s. w.

In den bisherigen Beispielen herrschen Wahnvorstellungenaus der Bewegungs-Sphäre vor. In den folgenden äußernsich Erregungszustände der Sinnes-Zentren. Nietzsche hat aller-lei Trug-Empfindungen der Hautnerven (Kälte, Wärme, An-geblasenwerden), des Gesichts (Glanz, Blitz, Helligkeit), desGehörs (Rauschen, Brausen) und des Geruchs, die er seinerGedankenflucht beimengt:Ich bin zu heiß und verbrannt voneigenen Gedanken."Ach, Eis ist um mich, meine Hand ver-brennt sich an Eisigem."Brütend lag die Sonne meinerLiebe auf mir, im eigenen Safte kochte Zarathustra."Sorgt,daß dort Honig mir zur Hand sei, . . . guter, eisfrischer Waben-Goldhonig."In die kältesten Wasser stürzte ich mich, mitKopf und Herzen."Da sitze ich nun . . . lüstern nach einemrunden Mädchenmunde, mehr noch aber nach mädchenhaften,eiskalten, schneeweißen schneidigen Beißzähnen."Denn ichhalte es mit tiefen Problemen wie mit einem kalten Badeschnell hinein, schnell hinaus. . . O! Die große Kälte machtgeschwind."Mit dem Sturme, welcher Geist heißt, blies ichüberdeine wogende See; alle Wolken blies ich davon."Eis-höhle würde ihren Leibern unser Glück heißen und ihren Geistern!Und wie starke Winde wollen wir über ihnen leben. . . Und

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