Druckschrift 
2 (1893)
Entstehung
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Die Jch-Sucht.

Wie man sieht, hängt die Vorstellung des Lachens inkeinem dieser Fälle mit dem eigentlichen Gedanken logisch zu-sammen; sie begleitet vielmehr das Denken als ein Grund-zustand, als eine dauernd anwesende Zwangsvorstellung, dieihre Erklärung in der tobsüchtigen Erregung der gedanken-bildenden Zentren hat. Mit den Vorstellungen des Tanzens,Fliegens u. s. w. verhält es sich ebenso:Ich würde nur aneinen Gott glauben, der zu tanzen verstände."Wahrlich, keinDreh- und Wirbelwind ist Zarathustra; und wenn er ein Tänzerist, nimmermehr doch ein Tarantel-Tänzer!"Und einst wollteich tanzen, wie nie ich noch tanzte: über alle Himmel wegwollte ich tanzen. . . Nur im Tanze weiß ich der höchstenDinge Gleichniß zu reden."Diese selige Sicherheit sand ichnoch an allen Dingen: daß sie lieber noch aus den Füßen desZufalls tanzen. O Himmel über mir, du Reiner! Hoher!das ist mir nun deine Reinheit, . . . daß du mir ein Tanz-boden bist für göttliche Zufälle."Fragt meinen Fuß . . .wahrlich, nach solchem Takt und Tiktak mag er weder tanzen,noch stille stehn."Und über Allem lernte ich stehn und gehnund laufen und springen und klettern und tanzen."Es isteine schöne Narrethei, das Sprechen; damit tanzt der Menschüber alle Dinge."O meine Seele, ich lehrte dich ,Heute^sagen wie ,Einsll und ,Ehemals^ und über alles Hier und Daund Dort deinen Neigen hinweg tanzen."Nach meinem Fuße,dem tanzwüthigen, warfst du deinen Blick."Wenn meineTugend eines Tänzers Tugend ist und ich oft mit beiden Füßenin gold-smaragdenes Entzücken sprang" u. s. w.

(Ein mit Schauder empfundener Zustand seiner Seele":)Eine fortwährende Bewegung zwischen hoch und tief und dasGefühl von hoch und tief, ein beständiges Wie-auf-Treppen-steigen und zugleich Wie-auf-Wolken-ruhen."Bleibt wirklicheine Sache dadurch allein schon unverstanden, . . . daß sie nurim Fluge berührt, angeblickt, angeblitzt wird?"Fliegen allein