halt des Bewußtseins ist hier" (bei der „maniakalischen Exal-tation") „Lust, psychisches Wohlsein. Es ist ebenso unmotivirtin den Vorgängen der Außenwelt wie der gegensätzliche Zu-stand psychischen Schmerzes des Melancholischen und deshalbnur auf eine innere organische Ursache beziehbar. Der Krankeschwelgt hier geradezu in Lustgefühlen und berichtet nach er-folgter Genesung, daß er nie in gesunden Tagen sich so wohl,gehoben, glücklich gefühlt habe wie während seines Krankseins.Diese spontane Lust erfährt mächtige Zuwächse . . . durch dasJnnewerden des erleichterten Vonstattengehens des Vorstellens ...,durch die intensive Betonung der Vorstellungen mit Lustgefühlenund durch behagliche Gemeingefühle, namentlich im Gebiet derMuskelempfindung. . . Dadurch erhebt sich vorübergehend dieheitere Stimmung bis zur Höhe von Lustaffekten (Ausgelassen-heit, Uebermnth), die ihre motorische Entäußerung in Singen,Tanzen, Springen . . . finden. . . Der Kranke wird plastischerin seiner Diktion ... er ist rascher in seinem Auffassungs-Vermögen und, bei beschleunigter Assoziation, wieder zugleichschlagfertiger, witzig, humoristisch bis zur Ironie. Die Ueber-füllung seines Bewußtseins gibt ihm unerschöpflichen Redestoffund die enorme Beschleunigung seines Vorstellens, bei welchemganze Zwischenglieder nur mit des Gedankens Schnelle aus-tauchen, ohne sprachliche Entäußerung zu erfahren, läßt seinenGedankengang abspringend erscheinen. . . Er übt immer nochKritik seinem eigenen Zustand gegenüber und dokumentirt seinBewußtsein für seinen abnormen Zustand u. A. damit, . . .daß er geltend macht, daß er ja ein Narr und einem solchenAlles erlaubt sei. . . Der Kranke kann nicht genug Wortefinden, um sein maniakalisches Wohlbefinden, seine ,UrgesundheiUzu schildern."
Und nun soll jeder einzelne Zug dieses Krankheitsbildes anNietzsches Schriften nachgewiesen werden. (Ich wiederhole hierdie frühere Bemerkung, daß ich mich in der Anführung von