V. Friedrich Nietzsche.
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Sein Raschdenken aber ist eine Erscheinung, welche bei derTobsucht niemals fehlt. Damit der Laie wisse, was er unterdieser zu verstehen hat, sei ihm das klinische Bild dieser Formdes Wahnsinns von der Hand der bewährtesten Meister vor-geführt.
Die Beschleunigung des Gedankenablaufs bei der Manie,sagt Griesingeri), „ist eine Folge der erleichterten Verknüpfungder Vorstellungen, wo der Kranke schwindelt, iabelt, deklamirt,singt, vociferirt, alle Llocki der Entäußerung für Vorstellungenin Dienst stellt, vom Hundertsten ins Tausendste kommt, wodie Gedanken sich überschlagen und überstürzen. Dieselbe Be-schleunigung der Vorstellungen findet man bei gewissen Formender Verrücktheit und bei secundärer psychischer Schwäche ,mitdurch Halluzinationen erwirkter Aktivität. Die logischen Ver-bindungen sind dabei nicht intakt wie bei der raisonnirendenund hypochondrischen Verrücktheit oder die überstürzte Folge derVorstellungen folgt keinem Gesetz mehr oder aber es reihensich in überstürzter Hast nur Worte und Laute ohne Sinn . . .aneinander. . . So entsteht . . . eine haltlose Jdeenjagd, inderen Strom Alles in bunter Flucht sortgerissen wird. Dieletzteren Zustände kommen hauptsächlich in der Tobsucht vor;bei ihrem Beginne namentlich zeigt sich oft größere geistigeLebhaftigkeit und man hat Fälle beobachtet, wo es jedesmalein sicheres Zeichen des nahenden Tobansalles war, wenn derKranke witzig wurde."
Noch viel anschaulicher schildert Krafft-Ebing ch: „Der In-der Anblick dieser allzu menschlichen" (!) „Einrichtung war genug, ihmden so geliebten Aufenthalt unleidlich zu machen. Er setzte nie wiederseinen Fuß dahin." Ola Hansson, angeführt von Dr. Herm. Türck,a. a. O. S. 10.
>) Or. Wilh. Griesinger, a. a. O. S. 77.
-) I)r. R. v. Krafft-Ebing, Lehrbuch der Psychiatrie auf klinischerGrundlage für praktische Aerzte und Studirende. Vierte theilweiseumgearbeitete Auflage. Stuttgart, 1890. S. 363 ff.