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Die Jch-Sucht.
wesentlichen Werke zwischen zwei Aufenthalten im Jrrenhause,also nicht „vor", sondern „nach dem Eintritte jenes Unglücks"geschrieben hat und daß es immer auf die Art der Geistes-krankheit ankommt, die man als Beweis für die Sinnlosigkeiteiner Lehre anruft. Es ist klar, daß Wahnsinn, der durch eine ^zufällige Verletzung des Kopfes, durch einen Sturz, eine Wundeu. s. w., verursacht wurde, nichts gegen die Richtigkeit dessenbeweisen kann, was der Kranke vor seinem Unfälle gelehrthaben mag. Anders aber liegt der Fall, wenn die Krankheiteine solche ist, die unzweifelhaft schon seit der Geburt desKranken verborgen bestanden hat und die an den Werken selbstmit Sicherheit nachgewiesen werden kann. Dann genügt esdurchaus, festzustellen, daß der Verfasser ein Tollhäusler undsein Werk das Geschmier eines Irrsinnigen ist, und jede weitereKritik, jedes Bemühen zur vernünftigen Widerlegung der ein-zelnen Narrheiten wird überflüssig, ja sogar — wenigstens in denAugen des Kundigen — ein wenig lächerlich. Und das istgerade der Fall Nietzsches: er ist unverkennbar von Geburt anwahnsinnig Z und seine Bücher tragen auf jeder Seite denStempel des Wahnsinns. Es mag grausam sein, bei dieserThatsache zu verweilen?) Aber es ist eine peinliche, doch nicht
3 vr. Max Zerbst, Nein und Ja! Leipzig, 1892, S. VII: „DieMöglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß dieses Büchlein in die Händederer kommt, welche dem kranken Manne sehr nahe stehen . . . undwelche jede unzarte Behandlung seines Unglücks auf das Tiefste ver-letzen muß." Der Allerletzte, der das Recht hat, über unzarte Behand-lung zu klagen und Rücksicht zu fordern, ist doch wohl ein Nietzscheaner,der die „Freude am Wch-thun-wollen" und die „große Rücksichtslosig-keit" als Uebermenschen-Vorrecht für sich selbst in Anspruch nimmt!Zerbst nennt seine Schrift eine Antwort auf die von vr. Hermann Türck,aber sie ist nichts als eine kindisch verstockte und dreiste Wiederholungall der Behauptungen Nietzsches, deren Wahnsinn I)r. Türck nach-gewiesen hat. Ueberaus drollig ist, daß Zerbst mit Berufung auf eineschwache Kompilation Ziehens Türck beweisen will, daß es keine Willens-