V. Friedrich Nietzsche.
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der „nachgerade unleugbaren und bereits handgreiflichen Ver-ödung des deutschen Geistes" liegt „in einer allzu ausschließ-lichen Ernährung mit Zeitungen, Politik, Bier und WagnerischerMusik." (Ebendas. S. 177.) „Seht mir doch diese Ueber-flüssigen! . . . Sie erbrechen ihre Galle und nennen esZeitung." (Also spr. Zar. 1. Th. S. 67.) „Siehst du nichtdie Seelen hängen wie schlaffe, schmutzige Lumpen? Und siemachen noch Zeitungen aus diesen Lumpen! Hörst du nicht,wie der Geist hier zum Wortspiel wurde? Widriges Wort-Spülicht bricht er heraus. Und sie machen noch Zeitungen ausdiesem Wort-Spülicht!" (Ebendas. 3. Th. S. 37.) DieseBeispiele könnten unschwer aus das Zehnfache vermehrt werden,denn jede Vorstellung kehrt bei Nietzsche mit einer Hartnäckig-keit wieder, die den geduldigsten Leser mit gesundem Geschmackewild machen muß.
So sieht es mit der Eigenartigkeit Nietzsches aus. Dieser„originale" und „tollkühne" Denker sucht seinen Lesern mitden bekannten Praktiken von Ausverkaufs-Geschäften den ver-legensten Schund größerer Philosophen als funkelnagelneueWaare anzuschmieren. Seine gewaltigsten Anläufe gelten demEinrennen offener Thüren. Dieser „Einsame", dieser „Be-wohner der höchsten Berggipfel" zeigt die Dutzend-Physiognomiealler Decadenten. Er, der fortwährend voll Verachtung vonder „Herde" und dem „Herdenthier" spricht, ist selbst das aller-banalste Herdenthier. Nur ist die Herde, der er mit Leib undSeele angehört, eine besondere; es ist die Herde der räudigenSchafe.
Einmal hat ihn seine gewöhnliche Schlauheit eines Ge-störten einen Augenblick lang verlassen und er hat uns selbstverrathen, wie seine „eigenartige" Philosophie entstanden ist.Die Stelle ist so bezeichnend, daß ich sie ausführlicher an-führen muß:
„Den ersten Airstoß, von meinen Hypothesen über den Ursprung