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IV. Der Jbsenisiims.
kamen... Es führt zu nichts, daß wir uns selbst und — ein-ander noch länger belügen. .. Za, das thun wir. Oder aufalle Fälle verschweigen wir die Wahrheit. Denn die Wahr-heit ... ist doch, daß du hinauskamst und mich kauftest...Ich war nicht um ein Haar besser als du. Ich schlug ein.Ich verkaufte mich dir. .. Ich stand so hilflos und rathlosund so ganz verlassen da. Es war so natürlich, daß ich ein-schlug, als du kamst und dich erbotest, mich auf Lebenszeitzu versorgen." Ungefähr mit denselben Worten sagt Hedda(„Hedda Gabler", S. 40): „Als er daun so mit aller Gewaltdarauf ausging, mich versorgen zu wollen — ich weiß nicht,weshalb ich es nicht hätte aunehmen sollen?" Sie weiß nichtweshalb; aber ihre innere Zerfahrenheit und Rastlosigkeit, ihrschließlicher Selbstmord sind die Folge davon, daß sie sich hat„versorgen" lassen. Die Rücksicht aus die „Versorgung" istauch das Lebensuuglück einer andern Frau desselben Stückes,der Frau Elvsted, geworden. Sie ging ursprünglich (S. 25)„als Gouvernante in das Haus ihres spätem Gatten." Dannmußte sie sich des Haushalts aunehmen. Dann ließ sie sichheiraten, obschon ihr „Alles an ihrem Mann widerlich" istund sie „nicht einen gemeinsamen Gedanken mit ihm hat."Ibsen verdammt den Mann, der um Geldes willen heiratet,nicht weniger als die Frau, die sich „versorgen" läßt. Bernickssittlicher Verfall („Stützen der Gesellschaft", S. 53) rührt mitam Meisten daher, daß er nicht Frl. Hessel, das er liebte,sondern eine Andere heiratete. „Nicht einer neuen Neigung wegenbrach ich mit dir. Es geschah einfach des Geldes halber."
Man soll also nicht um eines Vortheils willen heiraten.Das ist ein Satz, mit dem jeder verständige und sittliche Menschsich eifrig einverstanden erklären wird. Weshalb soll man aberheiraten? Die vernünftige Antwort kann doch nur sein: „AusNeigung!" Das will jedoch Ibsen auch nicht. Die Ehe vonNora und Helmer ist eine reine Liebesheirat. Sie führt zu
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