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Die Jch-Sucht.
dich selbst. Dina. Das will ich, Tante." In „Rosmers-holm" sagt Rosmer (S. 24) bewundernd von dem LumpenBrendel: „Auf alle Fälle hat er den Muth gehabt, das Lebennach seinem eigenen Kopf zu leben. Mich dünkt, das ist dochauch nichts Geringes." In demselben Stücke klagt Rebekka(S. 77): „Nosmersholm hat mich gebrochen. . . Gänzlich zer-malmt. . . Als ich kam, hatte ich einen so frischen, muthigenWillen. Jetzt hat ein fremdes Gesetz mich unterjocht." Undweiterhin (S. 81): „Es ist die Lebensanschauung des Geschlechtsder Rosmers, ... die meinen Willen angesteckt hat. . . Undihn krank gemacht hat. Ihn geknechtet hat durch Gesetze, diefrüher nicht für mich galten." Aehnlich winselt Ejlert Lövborgin „Hedda Gabler" (S. 80): „Aber nun kommt noch dasdazu, daß ich solch ein Leben nicht mehr leben mag. Nichtvon Neuem. Den Lebensmuth und den Lebenstrotz hat sie"(Thea Elvsted mit ihrem sanften, liebenden Zwange) „in mirgeknickt." Ganz im Gegensätze zu diesen Anschauungen aberläßt Ibsen in „Gespenster", als Negine ihr „Recht, sich aus-zuleben" mit den Worten verkündet (S. 71): „Ich kann nichthier draußen auf dem Lande bleiben und mich für krankeLeute abmühen ... ein armes Mädchen muß seine Jugendausnützen ... ich habe auch Lebeusfreudigkeit in mir, gnädigeFrau" — Frau Alving antworten: „Ja, leider." Dieses„leider" ist verblüffend. Leider? Warum „leider"? GehorchtRegine nicht ihrem „Gesetze", wenn sie ihre „Lebensfreudig-keit" befriedigt und, wie sie gleich darauf erklärt (S. 72), indas Freudenhaus für Matrosen geht, das Tischler Engstrandgründet? Wie kommt gerade Frau Alving dazu, dieses „leider"auszusprechen, da sie ja auch ihrem „Gesetze gehorchte", als siesich Pastor Manders als Geliebte anbot, und da sie auchihrem Sohne behilflich sein will, seinem „Gesetze zu gehorchen",als er sein Auge auf Regine geworfen hat? Ibsen sieht ebenin lichten Augenblicken ein, daß es sein Mißliches haben kann,