IV. Der JbseniSmus.
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denn. . . meine Absicht war, das Ganze selbst zu behalten. . .Meine Mitbürger müssen mich vollständig kennen,... auf daßwir mit dem heutigen Tag eine neue Zeit beginnen. Die altemit ihrer Schminke, ihrer Heuchelei und Hohlheit, ihrer ver-logenen Wohlanständigkeit und elenden Rücksichtnahme soll,gleichsam wie ein Museum, zu Jedermanns Belehrung geöffnet,vor uns stehen... Meine Mitbürger — fort mit der Unwahr-heit! Sie war nahe daran, jede Fiber in mir zu vergiften.Sie sollen Alles erfahren. Ich war vor fünfzehn Jahren derSchuldige." U. s. w.
„Rosmersholm" hat überhaupt keinen andern Inhalt alsdie Beichte Aller vor Allen. Schon beim ersten Besuche Krollsfordert Rebekka von Rosmer die Beichte. (S. 14. Rebekkahat sich Rosmer genähert und sagt leise, schnell und vomRektor unbemerkt: Thu' es! Rosmer. Nicht hent Abend.Rebekka. Ja, gerade!) Da er nicht gleich gehorcht, will siefür ihn sprechen. (S. 17. Rebekka. Jetzt will ich Ihnengerade heraus sagen — Rosmer. Nein nein, laß das! Jetztnicht!) Rosmer thut es bald darauf selbst. (S. 25): „Kroll.Wir beide sind doch aber so ungefähr einig. In den großenKernfragen auf alle Fälle. Rosmer (leise). Nein. Jetztnicht mehr. Kroll (will aufspringen). Was ist das? Rosmer(hält ihn fest). Nein, du mußt fitzen bleiben, ich bitte dich,Kroll. Kroll. Was soll das bedenten? Ich verstehe dichnicht. Sprich doch gerade heraus! Rosmer. Ein neuerSommer ist über mein Gemüth gekommen. Eine neue jugend-liche Anschauungsweise. Und deshalb stehe ich jetzt dort —Kroll. Wo? Wo stehst du? Rosmer. Dort, wo deineKinder stehen. Kroll. Du? Du! Das ist doch wohl un-möglich! Wo sagst du, daß du stehst? Rosmer. Auf der-selben Seite wie Laurits und Hilda. Kroll (senkt den Kopf).Abtrünnig! Johannes Rosmer abtrünnig! . . . Heißt diessprechen, wies einem Geistlichen ziemt? Rosmer. Ich bin