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2 (1893)
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181
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IV. Der Jbsenismus.

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gehören überhaupt keiner Zeit an, sondern sind Ausflüsse seinerpersönlichen Verschrobenheit, können also weder modern nochunmodern sein; diejenigen aber, die minder verdreht sind undin einer bestimmbaren Zeit wurzeln, stammen ans dem Vor-stellungskreise von Krähwinklern des ersten Drittels dieses Jahr-hunderts. Die Etikettemodern" wurde ihm willkürlich vonGeorg Brandes (Moderne Geister", Frankfurt, 1886 ) angeklebt,einer der widerwärtigsten schriftstellerischen Erscheinungen desJahrhunderts. Brandes, ein Schmarotzer des Ruhmes oderRufes Anderer, hat sein Leben lang das Geschäft einesOrchester-Menschen" geübt, der, zehn Lärm-Instrumente zugleich mit Kopf,Mund, Händen, Ellbogen, Knien und Füßen bearbeitend, vorDichtern und Schriftstellern hertanzt und nach dem Getöse beimbetäubten Publikum sammeln geht. Er hat sich emsig an Jedengedrängt, der seit einem Vierteljahrhundert aus irgend einemGrunde Zulauf hatte, und so lange über ihn Rhetor- undSophisten-Phrasen gemacht, als er für diese Absatz finden konnte. Miteinigen Federn geschmückt, die er aus den stolzen Schwingen desTaineschen Genius gerissen, und mit John Stuart Will flunkernd,dessen Studielieber Freiheit" er angeblinzelt, aber schwerlichgelesen und sicher nicht verstanden hat, führte er sich bei derskandinavischen Jugend ein und ihr mit diesen Mitteln er-worbenes Vertrauen mißbrauchend, hat er ihre systematischesittliche Vergiftung zu seiner Lebensaufgabe gemacht. Er predigteihr das Evangelium der Leidenschaft und verwirrte mit wahr-haft teuflischem Eifer und Beharrlichkeit alle ihre Begriffe, in-dem er dem Verworfenen und Erbärmlichen, das er ihr an-pries, die anziehendsten und geachtetsten Namen gab. Manhat immer geglaubt, daß es eine Schwäche und Feigheit ist,seinen niedrigen, vom Urtheil verdammten Trieben nachzugeben,statt sie zu bekämpfen und zu unterdrücken. Wenn Brandesder Jugend, zu der er sprach, gesagt Hütte:Verzichtet auf euerUrtheil! Opfert eurer Begierde die Pflicht! Laßt euch von euern