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Di- Jch-Sucht.
diese Vorstellungen ihre Wurzel in seinem Mystizismus; dasWerk von Lucas war für ihn nur ein glücklicher Fund, dessener sich hocherfreut bemächtigte, weil er ihm die Möglichkeitbot, seiner mystischen Zwangsvorstellung ein wissenschaftlichesMäntelchen umzuhängen.
Höchst belustigend sind seine Ausflüge in das Gebiet derHeilkunde, die er sich fast in keinem seiner Stücke versagt. Inden „Stützen der Gesellschaft" rühmt Hilfsprediger Rohrlanddie Damen seines Kreises (S. 8) als eine Art „barmherzigerSchwestern, die Charpie zupfen". Charpie zupfen! Im Zeit-alter der Anti- und Asepsie! Ibsen soll doch einmal ver-suchen, mit „gezupfter Charpie" in irgend einen wundärztlichenKrankensaal zu treten. Er wird sich über den Empfangwundern, den man ihm und seiner Charpie da bereiten wird.Im „Volksfeind" behauptet vr. Stockmann (S. 20), daß die„Millionen von Bakterien beim Baden" außerordentlich schaden.Die Bakterien, um die es sich, wie aus dem ganzen Stückehervorgeht, allein handeln kann, sind die Eberthschen Typhus-Bazillen. Nun mag es richtig sein, daß man die Biskra-Beule und vielleicht das Beri-Beri durch Baden in verseuchtemWasser bekommt. Es sollte aber Or. Stockmann und Ibsenschwer werden, auch nur einen einzigen Fall nachzuweisen, inwelchem Jemand durch Baden in bazillenhaltigem Wassertyphuskrank geworden wäre. In „Nora" soll „das LebenHelmers von der Reise ins Ausland abgehangen haben"(S. 33). Das mag für einen Europäer in den Tropen oderfür Jemand, der sich in einer Fiebergegend aufhält, gelten.Eine akute Krankheit in Norwegen aber gibt es nicht, in der„das Leben von der Reise ins Ausland abhängt". In dem-selben Stücke sagt Or. Rank (S. 49): „In diesen Tagen Hab'ich eine Generaluntersuchung meines innern Status vor-genommen. Bankrott. Eh' vier Wochen vergehn, lieg' ichvielleicht für die Würmer aus dem Kirchhof... Es ist nur