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2 (1893)
Entstehung
Seite
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IV. Der Jbsenismus.

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einem bestimmten Lebensalterst, keinem Zweifel unterliegt.Lucas, dessen Verdienste nicht geleugnet werden sollen, unter-schied eben nicht genug zwischen dem, was das Lebewesen beiseiner Entstehung von den Eltern stofflich mitbekommt, unddem, was ihm später durch Familien-Erziehung und Beispiel,durch das Weiterleben in denselben Verhältnissen wie dieEltern u. s. w., beigebracht wird. Ibsen ist der richtige Manneines einzigen Buches. Er hält sich an seinen Lucas. Wüßteer etwas mehr von der Erblichkeitsfrage, hätte er Weismannstund namentlich Galtonst gelesen, so wäre ihm bekannt, daßnichts dunkler, nichts scheinbar launenhafter ist als der Gangder Erblichkeit. Denn das Individuum ist das Ergebniß,Galton sagt: das rechnungsmäßige Mittel, von drei verschie-denen Größen, seinem Vater, seiner Mutter und der ganzenGattung, welche durch die bis in die Uranfänge alles Lebenszurückführende Doppelreihe der väterlichen und mütterlichenAhnen dargestellt ist. Diese dritte Größe ist das Unbekannte,das T in der Rechenaufgabe. Rückschläge auf entfernteAhnen können das Individuum seinen Eltern völlig unähnlichmachen,und die Gattungseinflüsse überwiegeu in der Regel dieder unmittelbaren Erzeuger so sehr, daß Kinder, die, nament-lich in den verwickeltsten Aeußerungen der Persönlichkeit, imCharakter, in den Fähigkeiten und Neigungen, ein genauerAbklatsch des Vaters oder der Mutter sind, zu den größtenSeltenheiten gehören. Aber es ist ja Ibsen gar nicht um dieernste wissenschaftliche Begründung seiner Vorstellungen vonErblichkeit zu thun. Wie wir weiterhin sehen werden, haben

st Lucas, a. a. O. Bd. 1, S. 391420:Os I'Iisrsäits ässinoäss ssusitils äs la vuo." S. 400 erzählt er von einer Familie,in der die Mutter mit 21 Jahren, ihre Kinder im 16. und 17. Jahreerblindet sind, u. s. w.

st August Weismann, Heber die Vererbung. Jena, 1883.st Fr. Galton, Hatural lubsritanss. London, 1888.