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Die Jch-Sucht.
der Mutter seiner drei Kinder sprechen, und nicht etwa in einemAugenblicke verliebten Ueberschwanges, sondern am gewöhnlichen,helllichten Werktag, in einem endlosen Austritte (S. 6—11),der uns eine Vorstellung vom Tone geben soll, welcher für ge-wöhnlich in diesem „Puppenheim" herrscht! Ich würde gernwissen, was meine seit mindestens acht Jahren verheiratetenLeser und Leserinen von dieser Probe Jbsenschen „Realismus"denken!
In „Stützen der Gesellschaft" sprechen alle handelndenPersonen von der „Gesellschaft." „Du sollst gehen und dieGesellschaft stützen, Schwager", sagt Frl. Hessel „ernst undmit Nachdruck." (S. 59.) „Wird dieser Schlag gegen michgeführt, so vernichtet ihr mich ganz und gar; und nicht blosmich, — nein, auch die große segensreiche Zukunft einer Ge-sellschaft, welcher ihr durch eure Geburt doch angehört", äußertsich Bernick. (S. 67.) Und etwas später (S. 69): „Seht,das Hab' ich gewagt zum Besten der Gesellschaft! ... Und istes nicht die Gesellschaft selbst, die uns zwingt, Schleichwege zugehen?" Die Leute, die das sagen, sind ein Großkaufmannund Konsul, eine Lehrerin, die jahrelang in Amerika gelebthat und einen weiten Gesichtskreis besitzt. Kann das Wort„Gesellschaft", so gebraucht, im Munde gebildeter Menscheneinen andern Sinn haben als den von „Gesellschaftsbau"?Nun denn: die Personen im Stücke sollen sich, wie immerwieder ausdrücklich wiederholt wird, des Wortes „Gesellschaft"zur Bezeichnung der wohlhabenden Klasse eines kleinen nor-wegischen Strandortes, das heißt einer Sippe von sechs bisacht Familien bedienen! Ibsen macht den Leser seines Stückesglauben, daß von den Stützen des Gesellschaftsbaues die Redesein werde, und man ist verblüfft, nur von den Stützen derwinzigen Philister-Coterie eines nordischen Schöppenstädt zuerfahren.
Im Dock des Consuls Bernick liegt das amerikanische