Druckschrift 
2 (1893)
Entstehung
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117
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III. Decadenten und Asstheten.

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Das Entartungs-Merkmal der Zoophilie oder übertriebenenThierliebe ist bei ihm stark ausgeprägt. Wenn er sich besonderserbauen will, soläuft er, die schönen Augen der Seehundeanzusehen und bei dem geheimnisvollen Bangen untröstlich zuwerden, das diese so sanftherzigen Thiere, die Brüder derHunde und unsere Brüder, in ihrem Becken bekunden.") Dereinzige Erzieher, den Barres gelten läßt, ist der Hund.Sie ist nämlich ausgezeichnet, die Erziehung, die ein Hundgibt! . . . Unsere Gymnasiasten, überbürdet mit geistigenErwerbungen, die ihnen bloße Begriffe bleiben und nichtEmpfindnngsweiscn werden, beschwert mit Meinungen, dienicht der Richtung ihrer eigenen Anlage folgen, würden vomHunde die schöne Freiheit, die Gabe, auf den Trieb ihres Jchszu hören, wieder erlernen."-) Und man glaube nicht, daßStellen wie diese Selbstverhöhnung oder Verspottung desPhilisters sind, der sich etwa unter die Leser des Buches ver-irrt haben möchte. Nein. Die Nolle, welche zwei Hunde indem Romane spielen, beweist, daß die angeführten Bemer-kungen bitter ernst gemeint sind.

Wie jeder richtige Entartete, bewahrt er die ganze Nächsten-liebe und Bewunderung, die nicht von See- und anderen Hundenin Anspruch genommen wird, Hysterischen und Wahnsinnigen.Seiner Schwärmerei für die bedanernswerthe Baschkirtseff wurdeschon gedacht. Unvergleichlich ist seine Auffassung Ludwigs II.von Bayern. Der unglückliche König ist ihm einUnbe-friedigter" (Der Feind der Gesetze", S. 201); er spricht vonseinem Fortgcrissensein außerhalb seiner angeborenen Um-gebung, seiner heißen Begierde, seinen Traum greifbar zumachen, dem Scheitern seiner Einbildungskraft in der Unbe-holfenheit der Ausführung" (S. 203);Ludwig II. ist eine

') t^xamsa <ts trois iclöolo^iss. S. 46.-) U'sinurmi äos loi?, S. 285.