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Die Jch-Sucht.
und an ihren glänzenden Zähnen noch den Geschmack der Küssedes Herrn de Transe" (so heißt der Liebhaber und Erblasser).„. . . Der junge Mann, der nicht mehr ist, hat ihr an Leiden-schaft so viel hinterlassen, wie ein Frauenherz in sich fassenkann." Das Gefühl, das Barras mit einem Schwulst hoch-trabender Redensarten herauszuputzen sucht, ist einfach der wohl-bekannte Reiz, den greise Sünder bei dem Anblick der Liebes-thaten Anderer empfinden. Jeder Kenner des Pariser Lebensweiß, was man an der Seine einen „vo^cmr" oder „Zugncker"nennt. Barräs enthüllt sich hier als metaphysischer vo^our.Dabei mochte er glauben machen, daß diese kleine Straßcndirne,deren schmutzige Abenteuer er mit der Wärme der Liebe unddem Entzücken des Kunstsinnigen vorträgt, eigentlich ein Sinn-bild sei, er will sie nur als Symbolist gestaltet haben; „mansieht ein junges Weib um einen jungen Mann. Ist das nichtdie Geschichte einer Seele mit ihren beiden Bestandtheilen, demweiblichen und männlichen? Oder neben dem Ich, das sichbewahrt, sich kennen und geltend machen will, die Einbildungs-kraft, die Freude an der Sinnenlust, das Behagen am Schweifen,das bei einem jungen und feinfühligen Wesen so lebhaft ist?'")Man darf wohl fragen, wo in den Einzelheiten der Lebens-schicksale von „ketits 8scou88«^ („kleiner Ruck"), wie er sein„Symbol" nennt, der „Symbolismus" bleibt?
Krankheit und Verwesung üben auf ihn die übliche Bau-delairesche Anziehung. „Als Berenice ein kleines Mädchenwar", heißt es im „Garten der Berenice" (S. 72), „bedauerteich in meiner Begierde, sie zu lieben, ungemein, daß sie nichtirgend ein leibliches Gebrechen hatte. . . Ein Makel in dem,was ich allem Andern vorziehe, . . . schmeichelt meiner theuerstenGeisteseigenthümlichkeit." Und S. 282 wird ein Ingenieur ver-spottet, der „an die Stelle unserer Sümpfe voll schöner Wcchsel--fieber irgend einen Karpfenteich setzen möchte."
si töxanion >1o trois iäöologiss. S. 3ä.