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2 (1893)
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III. Decadenten und Acsthctcn.

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machen, erhebt sein Gebrechen zu einem System und verbündetes stolz. „Halten wir uns an das einzig Wirkliche, an unserIch." (S. 18). „Es gibt nur eins, was wir kennen und waswirklich vorhanden ist. . . Diese einzige greifbare Wirklichkeitist das Ich und das Weltall ist nur ein Wandgemälde, das esschön oder häßlich gestaltet. Halten wir uns also an unserIch, schützen wir es gegen die Fremden, gegen die Barbaren."(S. 45.)

Was versteht er unter Barbaren? Das sind „die Wesen,die vom Leben einen Traum besitzen, welcher dem entgegengesetztist, den das Ich sich davon zurechtlegte. Wären sie übrigensfeingebildet, sie sind für das Ich Fremde und Gegner. . .Der junge Mann, den das Leben zwingt, mit Wesen umzu-gehen, die nicht aus seiner seelischen Heimat sind, fühlt eineVerletzung. Ah! was liegt an der Beschaffenheit einer Seele,die einer Empfindlichkeit widerspricht! Diese Fremden, welchedie Entwickelung irgend eines zarten, zögernden, sich selbstsuchenden Jchs hindern oder ablenken, diese Barbaren, durchdie ein beeinflußter junger Mann sein Schicksal verfehlen undseine Lebensfreude nicht finden wird, ich hasse sie." (S. 23, 24.)„Soldaten, Richter, Sittenlehrer, Erzieher", das sind die Bar-baren, welche dem „Ich" hemmend entgcgentreten. (S. 43.)Kurz gesagt, das Ich, das sich iu der gesellschaftlichen Ordnungnicht zurechtfinden kann, betrachtet alle Träger und Vertheidigerdieser Ordnung als seine Feinde. Was es möchte, das ist, „sichohne Widerstand den Kräften seines Triebes hinzngeben" (S. 25),„aufrichtig und seinen Trieben angemessen zu sein." (S. 47.)Dieser Gedanke der Befreiung des Triebes, der Leidenschaft,des Unbewußten, von der Ueberwachung der Vernunft, desUrtheils, des Bewußtseins kehrt in den Romanen hundertfachwieder. „Der Geschmack soll den Platz der Sittlichkeit ein-nehmen." („ILeuusmi ckes lois^, S. 3.) „Ein Mann, undein freier Mann, möchte ich mein Geschick erfüllen, meinen