II. Parncissicr und Diaboliker.
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ich mit geschlossenen Augen an einem warmen Herbstabend denDuft deines heißen Busens athme, sehe ich glückliche Ufer sichentrollen, welche die Flammen einer eintönigen (!) Sonne blen-den." „Ausländischer Geruch." „O Vließ, das sich bis zudeinem Nacken kräuselt! O Locken! O mit Trägheit geladenerDuft! . . . Das schmachtende Asien und das brennende Afrika,eine ganze ferne Welt, . . . lebt in deinen Tiefen, duftenderWald!" „Das Haar.")
Natürlich zieht er Düfte, die der gesunde Mensch als Ge-stank empfindet, den Wohlgerüchen vor. Fäulniß, Verwesungund Pestilenz entzücken seine Nase. „Es gibt starke Düfte,für die alle Stoffe löcherig sind. Man möchte fast sagen, daßsie durch Glas dringen. . . Manchmal findet man eine alteFlasche, die sich erinnert, aus der in vollem Leben eine wieder-kehrende Seele hervorsprudelt. . . Siehe da die berauschendeErinnerung, die in der getrübten Lust umherflattert; die Augenschließen sich; der Schwindel erfaßt die besiegte Seele undstößt sie mit beiden Händen zu einem Abgrund hin, den mensch-licher Gestank verdunkelt; er wirst sie am Rande einer hundert-sührigen Schlucht zu Boden, wo, ein sein Leichentuch zerreißen-der übelriechender Lazarus, der gespenstische Leichnam einer alten,ranzigen Liebe, entzückend und verwest, sich erwachend regt.So werde ich, wenn ich, von den Menschen vergessen, . . . einealte schmutzige Flasche, ... in einen Winkel geworfen seinwerde, dein Sarg sein, liebenswürdiger Pesthauch! Der Zeugedeiner Kraft und Giftigkeit, theures, von Engeln bereitetesGift!" („Die Flasche.")
Wir haben nun alle Züge kennen gelernt, aus denen sichder Charakter Baudelaires zusammensetzt. Er „betet sich selbstan" ft; verabscheut die Natur, die Bewegung, das Leben;
ß Gautier in „H,ss ilsurs ciu mal", S. 5: „os eults äs soi-MZIUS'' u. s. w.
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