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Die Jch-Sucht.
Wickelung auf einer frühen Stufe stehen, so wird er ein Schwach-oder Blödsinniger. Trifft die Entwickelungshemmung die Nerven-zentren des Unbewußten, so verliert der Entartete die Triebe, diesich im Normalmenschen als Ekel und Abscheu gegen bestimmteSchädlichkeiten äußern, sein Unbewußtes, möchte ich sagen, leidetan Jmbecillität oder Idiotismus.
Wir haben ferner im vorigen Kapitel gesehen, daß dieEindrucksfähigkeit der Nerven und des Gehirns des Entartetenabgestumpft ist. Er nimmt deshalb nur starke Eindrücke wahrund seine Hirnzentren werden nur von solchen zu jener Denk-und Bewegungsthätigkeit angeregt, die ihnen Lustgefühle geben.Nun sind die unangenehmen Eindrücke naturgemäß stärker alsdie angenehmen oder gleichgiltigen, denn wenn sie nicht stärkerwären, so würden wir sie nicht als schmerzlich empfinden undsie würden den Organismus nicht zu Anstrengungen der Ab-wehr veranlassen. Um sich also die Lustgefühle zu verschaffen,die mit der Thätigkeit der Hirnzentren verbunden sind, um denDrang nach Betätigung zu befriedigen, der den Hirnzentrenwie allen anderen Organen eigen ist, sucht der Entartete dieEindrücke, die stark genug sind, um seine stumpfen und trägenZentren zu Thätigkeit anzuregen, diese starken Eindrücke abersind die, welche der gesunde Mensch als schmerzliche oder wider-wärtige empfindet. So erklären sich die Verirrungen oder „Per-versionen" der Entarteten. Sie haben ein Verlangen nachstarken Eindrücken, weil solche allein ihr Gehirn in Thätigkeitversetzen, und diese gewünschte Wirkung auf ihre Zentren habeneben blos diejenigen Eindrücke, die von gesunden Menschenwegen ihrer Heftigkeit gescheut werden, das heißt die schmerz-lichen, widerwärtigen und empörenden.
Zu sagen, daß jeder Mensch im Geheimen eine gewisseVorliebe für das Schlechte und Abscheuliche habe, ist eineAlbernheit; das einzige Fünkchen Wahrheit in dieser thörichtenBehauptung ist, daß auch der normale Mensch in Ermüdung