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2 (1893)
Entstehung
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II. Parnassier und Diaboliker.

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asiatischen Astaroth-Anbcter ihren Tempeldienst ohne Weiteresverrichten könnten; Catulle Mendös, der seine schriftstellerischeLaufbahn mit einer Verurtheilung wegen Sittlichkeitsvergehensbegann, die er sich durch sein SchauspielIw romnn cl'unönuit" zuzog, feiert in seinen späteren Werken, deren Titel ichnicht einmal anführen will, eine der ekelhaftesten Formen derUnzucht wider die Natur; Baudelaire besingt Aeser, Krank-heiten, Verbrecher und Freudendirnen; kurz, wenn man dasWeltbild im Spiegel der parnassischen Dichtung betrachtet, somuß man den Eindruck bekommen, daß es sich ausschließlichaus Laster, Verbrechen und Verwesung zusammensetzt, ohneauch nur eine Beimischung von gesunden Regungen, erfreulichenAnblicken in der Natur und rechtschaffen fühlenden und handeln-den Menschen. Als richtiger Entarteter fortwährend sich selbstwidersprechend, sagt derselbe Baudelaire, der an einer Stelledafür eintritt, daß die Dichtkunst nicht mit der Sittlichkeit zu-sammengeworfen werde, an einer andern Stelle^:Die zeit-genössische Kunst hat eine wesentlich teuflische (äemouingfue)Richtung. Und es scheint, daß dieser höllische Theil des Men-schen, den der Mensch mit solchem Vergnügen sich selbst erklärt,von Tag zu Tag zunimmt, wie wenn es dem Teufel Spaßmachen würde, ihn mit künstlichen Mitteln zu vergrößern, alswäre er ein Mäster, der die Menschheit geduldig in seinemHühnerhose stopft, um sich eine saftigere Speise zu bereiten."

Das ist doch nicht mehr Gleichgiltigkeit gegen Tugendoder Laster, es ist entschiedene Vorliebe für dieses und Ab-neigung gegen jene. Die Parnassier stehen durchaus nichtjenseits von Gut und Böse", sondern bis an die Nase imBösen und möglichst weit vom Guten. Ihre geheuchelteUn-parteilichkeit" gegenüber dem Schauspiele der Sittlichkeit und

Baudelaire, in dem angeführten Aufsatz inHs poätssIraneais."