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Tie Jch-Lucht.
Die Gefühllosigkeit der Parnassier ist, wie wir gesehenhaben, kein Kaltsinn gegen Alles, sondern nur ein solcher gegendie Mitmenschen, verbunden mit zärtlichster Liebe zu sich selbst.Aber die „impussibilitä" hat noch eine andere Seite, undwahrscheinlich haben diejenigen, welche die Bezeichnung ge-funden, hauptsächlich an jene gedacht, ohne sich über sie ganzklar geworden zu sein. Die Gleichgiltigkeit, welche die Par-nassier zur Schau tragen und auf die sie besonders stolz find,ist eine solche, nicht so sehr gegen Freud und Leid der Neben-menschen, wie gegen das allgemein anerkannte Sittengesetz.Für sie gibt es weder Tugend noch Laster, sondern nur Schönesund Häßliches, Seltenes und Gewöhnliches. Sie nehmen ihrenStandpunkt „jenseits von Gut und Böse", lange ehe dermoralische Irrsinn Nietzsches diese Formel gefunden hat.Baudelaire rechtfertigt ihn mit folgenden Worten N) „DieDichtung . . . hat keinen andern Zweck als sich selbst; siekann keinen andern haben und keine Dichtung wird so groß,edel und des Namens Dichtung wahrhaft würdig sein wie die-jenige, welche einzig um des Vergnügens willen, ein Gedicht zuschreiben, geschrieben worden ist. Ich will nicht sagen, daß dieDichtkunst nicht die Sitten veredeln, — man verstehe michrecht: — daß ihr Endergebnis! nicht sein soll, den Menschenüber seine gemeinen Interessen zu erheben. Das wäre offenbarein Unsinn. Ich sage, daß der Dichter, wenn er einen sitt-lichen Zweck verfolgte, seine dichterische Kraft vermindert hat,und es ist nicht unvorsichtig, zu wetten, daß sein Werk schlechtsein wird. Die Dichtkunst kann sich nicht der Wissenschaftoder der Sittlichkeit gleichstellen, wenn sie nicht sterben odersich entwürdigen soll. Sie hat nicht die Wahrheit znm Gegen-stände, sondern nur sich selbst." Und Gautier, der diese Be-
st 4,68 üsurs (tu mal par Oliartss Lauäslairs, pr6L6cIos8 «töiuonotie6 par Hmoptuw Oautisr. vsuxismo üclition. Paris, 1869. S. 22.