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2 (1893)
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51
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II. Parnm'sier und Diaboliker.

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laire spricht sogar vonUnnöthigen"! Man hat kein Recht,zu leben, wenn man dem, was erdichterische Genüsse" nennt,das heißt blödsinniger Echolalie, unzugänglich ist! Weil er mitkindischem Ernst Wortspielerei treibt, muß jeder Andere seinemSäugling-Treiben dieselbe Wichtigkeit beimessen wie er undwer dies nicht thut, der ist nicht etwa blos ein Philister oderein untergeordnetes Wesen ohne Empfänglichkeit und Feinsinn,nein, er ist ein Unnöthiger! Hätte der Tropf die Macht dazu,so würde er ohne Zweifel seinen Gedanken bis ans Ende ver-folgen und dieUnnöthigen" aus der Reihe der Lebendenfegen, wie Nero diejenigen tödten ließ, die seinem Spiel imTheater nicht Beifall klatschten. Kann sich die ungeheuerlicheJch-Sucht eines Gestörten rücksichtsloser äußern als in dieserBemerkung Baudelaires?

Das zweite Kennzeichen der Parnassier nach ihrer wahn-witzigen Ueberschätzung des Werthes der äußerlichsten Form fürdie Dichtung und der Reimerei für die Menschheit ist ihrenilnpLZsilnIitv" oder Gefühllosigkeit. Sie selbst wollen aller-dings nicht zugebcn, daß diese Bezeichnung auf sie anwendbarsei.Wird man mit diesem Unsinn endlich einmal aufhören!"ruft Leconte de Lisle^) ärgerlich, als er nach derimpnssi-Inlit«^' gefragt wird, und Catulle Mendes^) sagt:WeilGlatignp ein Gedicht mit dem Titel chmpnssible^ gemachthat, . . . weil ich diesen Bers geschrieben habe, dessen Zierereidurch den weitern Verlauf des Gedichtes Lügen gestraft wird:Uns ( 8nnK'Iot8 linmnins clnns le elmnt ckss potztss^ (Keinmenschliches Schluchzen im Sange des Dichters), hat man ge-schlossen, daß die Parnassier gefühllos waren oder zu sein Vor-gaben! Wo findet man diesen gefrorenen Gleichmuth, dieseTrockenheit, die man uns zuschreibt?"

') Jules Hurct, a. a. O. S. 283.

-) Jules Huret, a. a. O. S. 297.

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