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2 (1893)
Entstehung
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II. Parnassier und Diaboliker.

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unmöglich in der geilen Verzückung befinden, welche dasGedicht" ausdrücken und dem Leser mittheilen soll. DieseEmotion, so unsittlich und gemein, weil prahlerisch, sie auchist, hätte wie jede echte Erregung allenfalls ein Recht, lyrischausgedrückt zu werden. Eine ausgeklügelte, nach dem Gleich-klange geordnete Liste von bedeutungslosen Namen dagegenheißt gar nichts. Nach der Kunsttheorie der Parnassier aberistR.6Lnpitnlg.tioiG ein Gedicht, ja sogar das Ideal einesGedichtes, denn esbedeutet nichts", wie Flaubert fordert, undes besteht ganz und gar aus Worten, die nach Gautiers Be-hauptungan sich eine Schönheit und einen Eigenwerth haben."

Ein anderer hervorragender Parnassier, Th. de Banville/)hat, ohne die Theorie des jedes Sinnes baren Wortklangesso unerschrocken folgerichtig auf die Spitze zu treiben wieCatulle Mendös, sich doch auch mit anerkennenswerther Auf-richtigkeit zu ihr bekannt.Ich befehle euch", ruft er an-gehenden Dichtern zu,möglichst viel Wörterbücher, Ency-klopädien, Fachschriften über alle Handwerke und Sonder-Wissenschaften, Buchhändler- und Versteigerungs-Verzeichnisse,Museum-Kataloge, kurz alle Bücher zu lesen, die euern Wort-schatz vermehren können. . . Ist euer Kopf erst auf diese Weisevollgepfropft, so werdet ihr zum Reimfang gut bewaffnet sein."Auf den Reimfang allein kommt es nach Banville beim Dichtenan. Wenn man über irgend einen Gegenstand ein Gedichtmachen will, belehrt er die Jünger,so muß man zunächstalle Reime dieses Gegenstandes suchen. Hat man sie gesunden,so reiht man sie an einander und stopft die Löcher mit Künstler-hand. Diejenigen, die uns rathen, die Lückenbüßer zu ver-meiden, würden mir Vergnügen machen, wenn sie blos mitHilfe des Gedankens zwei Bretter an einander befestigen

') Theodore de Baville, ?stit traits äs poösie travyaiss.Paris. >880.