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2 (1893)
Entstehung
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Die Jch-Sucht.

berden zu führen, mit welchen die echten Revolutionäre etwafür die Aushebung der Sklaverei oder für die Geistesfreiheitstreiten!

Oft tritt zur Anpassungs-Unfähigkeit des Jch-Süchtigen nochZerstörungs-Wahnsinn oder Klastomanie, die man bei Blöd-und Schwachsinnigen und in manchen Formen der Geistes-störung so häufig beobachtet?) Beim Kinde ist der Zerstörungs-drang normal. Er ist die erste Kundgebung des Bedürfnissesnach Bethätigung der Muskelkraft. Bald jedoch erwacht dasVerlangen, sich nicht im Zerstören, sondern im Schaffen auszu-leben. Das Schaffen hat aber eine psychische Voraussetzung:die Aufmerksamkeit. Da diese dem Entarteten fehlt, so erhebtsich bei ihm der Zerstörungsdrang, der ohne Aufmerksamkeit,durch ungeordnete, zufällige Bewegungen, befriedigt werden kann,nicht zum Schaffensdrange.

Unzufriedenheit nun als Folge von Anpassungs-Unfähigkeit,Mangel an Mitgefühl mit den Nebenmenscheu als Folge schwachenVorstellung-Vermögens und Zerstörungsdrang als Folge vongeistiger Entwickelungshemmung geben zusammen den Anarchisten,der je nach der Stärke seiner Zwangs-Antriebe entweder blosBücher schreiben und Volksversammlungs-Reden halten oder zurDynamit-Bombe greifen wird.

In ihrer höchsten Steigerung endlich führt die Jch-Sucht

') !)>-. Paul Sollier, Os^oiiologis äs 1'iäiot st äs I'imbsoils.Paris, 1891. S. 109 ff.:Es besteht bei den Idioten noch ein andererTrieb, der übrigens bis zu einem gewissen Grade auch bei den nor-malen Kindern auftritt: die Zerstörungssucht, die bei allen Kindernals erste Kundgebung ihres Bewegungs-Vermögens in der Form einesBedürfnisses zu schlagen, brechen und zerstören erscheint. . . Bei denIdioten ist diese Neigung sehr viel stärker ausgesprochen. . . Bei denJmbecillen verhält es sich anders. Ihr boshafter und schadenfroherGeist treibt sie zur Zerstörung, nicht in der Absicht, ihre Kräfte aus-zuleben, sondern mit dem Wunsche, zu schaden. Es ist eine ungesundeSelbstbefriedigung, die sie suchen."