48 Das armenische Königreich in Cilicien.
zurückgelassenen Truppen, vereinigte sich mit einigen armeni-schen Baronen, welche von dem Kaiser Mannel durch Gunst-bezcngungen waren gewonnen worden, als Oscin, Herrn vonLampron, und dem Geschlechts des Nathanael, welches zuAsgurhas herrschte, und belagerte hierauf Mamista; Torosvertheidigte diese Stadt mit glücklichem Erfolge und bewogdurch eine beträchtliche Geldsumme den Oscin, die Partey desKaisers zu verlassen, verband diesen armenischen Baron nochdadurch fester mit sich, daß er seine Tochter dem Sohne des-selben zur Gemahlin gab, und eroberte mit dem Beystandedes Oscin ganz Cilicien und Jsaurien und selbst die StadtTarsus. Hierauf bewog der Kaiser Mannel den Sultan Ki-lidsch Arslan von Jkonium, sein Vündniß mit dem FürstenToros anszugeben und in dessen Land cinzubrechen; KilidschArslan belagerte aber vergeblich die Stadt Anazarbus; Flie-gen und Wespen, welche Gott wider das türkische Heersandte, und andres Ungemach nöthigten den Sultan, die Be-lagerung aufzuhebe», und Toros zwang den Sultan zumRückzuge durch einen Einbruch in dessen Land und durchdie Eroberung und Plünderung von Jkonium. Ein zweyterEinfall der Türken von Jkonium in Cilicien hatte keinenglücklicheren Erfolg, worauf Kilidsch Arslan mit dem FürstenToros Frieden schloß und das frühere Vündniß mit demselbenerneuerte ^°). Dieses Kriegs des Toros wider die Griechenund Türken erwähnt auch Abulfaradsch in seiner syrischenChronik, indem er denselben in das Jahr der Griechen1465 (Chr. 1154) setzt und der byzantinische Geschicht-schreiber Johannes Cinnamus berichtet, daß die Belagerungvon Mamista (Mopsvestia) durch die Fahrlässigkeit des leicht-
Zv) Valirum 61ironiole p. Z? —Zy.Zi) Oliroir. 6 /r. i>. 543.