42 Das armenische Königreich in Cilicien.
liehen Kampfe die türkischen Flüchtlinge in Engpässen er-schlugen
Von den beyden Söhnen, welche Constantmns hinterließ,Toros (Theodorns) und Leo, folgte der erstere als der älterescinemVater in den cilicischcn Herrschaften' ^). Toros war nachdem Zeugnisse, welches ihm Vahram ertheilt, ein sehr weiserund tapferer Fürst; er rächte an den Nachkommen des Grie-chen Mandal die Ermordung des Königs Kakig, indem erderen Burgeroberte und die Einwohner dieser Burgtödlete; und als er daselbst ein Bildniß der heiligen Jung-frau fand, so hielt er dasselbe sehr in Ehren, und die Ar-menier schrieben der wunderthätigen Kraft dieses Bildnissesdie ferner» Siege zu, welche Toros über die Griechen ge-wann. AIS er hierauf die Stadt Anazarbns sich unterwor-fen hatte, so baute er daselbst eine christliche Kirche undschmückte dieselbe mit dem Bildnisse der heiligen Jungfrauund mit den Namen seiner Feldherren. Obwohl nach derBehauptung des Vahram der Name des Toros so berühmtwurde, daß das Land Cilicien dadurch seinen bisherigenNamen verlor und nur das Land des Toros genannt wurde:so findet sich gleichwohl keine Erwähnung dieses Fürstenweder bcy den gleichzeitigen Geschichtschreibern der Kreuzzüge
15) Gesch. der Kkeuzz. Buch I. Kar- VIl. S- d. igo. Vgl. über ble Ver-hältnisse der Armenier zu den ersten Kreuzfahrern ebendas. Kap. VI.S. IÜZ folg.
16) Valrram cüiioniele p. 2g. Abulfaradsch (Llrron. 8^r. 1'. LgS) scheintzu behaupten, dak Toroü und Leo gemcinschafilich die Negierung führ-ten, oder die Herrschaften ihres Vaters unter sich gethcilt hatten, indemer sagt: „In Cilicien herrschten zwe» Brüder, Söhne des ConsiantinuS,des Sohns von Rufinus." Vielleicht war dem Leo ein Antheil an denväterlichen Besipungcn unter der Hoheit seines Bruders zugestandenworden.
17) Lcntcrlrarg.