Das armenische Königreich in Cilicien. 37
feindselige Behandlung bestraft; und im Jahre 1079 wurdeder König Kakig, welcher zu Vizu seinen Sitz erhalten hatte,nach den von St. Martin mitgelheilten armenischen Nach-richten, auf Anstifter, des griechischen Befehlshabers einer-kleinen Festung in Cappadocien getödtet Vahram er-zählt in seiner Chronik die Veranlassung der Ermordungjenes armenischen Königs in der folgenden wahrscheinlichfabelhaften Weise. Da der König Kakig vernahm, daß dergriechische Erzbischof Marcus von Cäsarea, ein erbitterterFeind der Armenier, einem Hunde den Namen Armenos ge-geben hatte, so ließ er den Erzbischof zum Mittagsesse»einladen und befragte ihn nach dem Namen seines Hundes;der Erzbischof nannte zwar einen andern Namen, der Hundhörte aber nicht auf diesen Namen und kam erst heran, alser mit dem Namen Armenos angerufen wurde. Hierauf be,fahl Kakig, den Erzbischof mit seinem Hunde in einen Sackzu stecken und mit unerträglichen Martern zu quäle»; unddiese Mißhandlung des Erzbischofs wurde von den Söhneneines Griechen, welcher Mandal hieß, durch die Ermordungdes Königs Kakig gerächt. Der andere König Kakig, wel-chem die Stadt Dzamentav zugetheilt worden war, wurdebald hernach, wie die von St. Martin benutzten armenischenSchriftsteller melden, ebenfalls ermordet, und die Griechenvereinigten die Landschaften, welche sie den Armeniern über-lassen hatten, wieder mit ihrem Reiche
Die gebirgige Beschaffenheit des Landes, in welches diearmenischen Ausgewanderten von den Griechen ausgenommenworden waren, machte es auch nach der Vertilgung desköniglichen Geschlechts der Pagratiden einzelnen Flüchtlingen
4) 8 r. Martin a. a. O. p. 3?6.
5) V.rllrani 6Iironie1o x. 37.
6) 8r. Martin < 1 . < 1 . O.