778 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XXII.
Nulten nach Syrien zur Bekämpfung der Ungläubigen zusenden, jeden Verkehr mit den Landern des Sultans vonAegypten aufzuheben und am wenigsten den Saracene» Waf-fen oder andere Kriegsbedürfnisse zu verkaufen. Obgleichder Papst in diesem Schreiben den Wunsch aussprach, daßgenuesische und veuelianische Botschafter an seine» Hof kom-men möchten, um unter seiner Vermittlung die Bedingungeneines dauernden Friedens zwischen den beyde» streitendenHandelsstaaten festzustellen und au den Berathuugen überdie Wiedereroberuug des heilige» Landes Theil zu neh,ruen"''): ft setzten dennoch die Genueser nicht minder alsdie Venetianer die gegenseitigen Feindseligkeiten fort, leistete»der Aufforderung zum Kriege gegen die Ungläubigen nichtFolge und schätzten den Gewinn, den ein friedlicher durchmancherley Begünstigungen von Seiten der muselmännischenFürsten beförderter Verkehr mir den Saracenen ihnen ge-währte, höher als den Ablaß und alle andere Vortheile,welche der Papst den Kreuzfahrern Zusagen konnte. InDeutschland hatte die Aufforderung des Papstes zur Hülfefür das heilige Land keinen andern Erfolg, alS daß die Bischöfe,welche der Erzbischof von Salzburg als Legat des apostolischenStuhls auf einer Synode versammelt hatte, den Beschlußfaßten, den deutschen König Rudolph und sämmlliche deutscheFürsten zur Unternehmung einer Kreuzfahrt nach dem heili-gen Lande zu ermuntern; und dieselben Bischöfe billigtendie schon auf der Kirchenversammlung zu Lyon im Jahre1274 besprochene und von Nikolaus dem Vierten aufs neuein Vorschlag gebrachte Vereinigung der Brüderschaften desTempels und Hospitals zu einem einzige» Ritterorden alSeine heilsame Maßregel um so -»ehr, da man den Verlust
iS7l Schreibe» beS Papäeö an die Augu» i-gi be» Rainaldich sä isy,Genas,'»r und Vensitanee von, 10. §. 25 — 29.