Bemühung des Papstes NikolausIV. 777
hatte, der Sitz fortwährender Parteyungen und Streitigkei-2-^Ehr.ren, ja selbst der empörendsten Lasterhaftigkeit gewesen war.
Die Ermahnung zur Errettung des heiligen Landes, welcheNikolaus, den der Verlust des Landes der Verheißung aufdas schmerzlichste betrübte'"), an den König Philipp denVierten von Frankreich erließ, nachdem er den Verlust vonPtolemais und Tyrus erfahren hatte,'"), hstch unter diesenUmständen ohne Erfolg; und die französischen Erzbischöfe,welche der Papst flehentlich bat'"), ihm zu rathen, wasfür die Errettung des Erbiheils Christi geschehen könnte, unddie Barone, die Ritter und das Volk zur Bewaffnung für denHeiland zu ermuntern, besprachen sich zwar auf Synoden mitden Bischöfen, Aebten und andern einsichtsvollen Geistlichen,gaben aber zur Antwort: daß das Predigen des Kreuzes solange vergeblich seyn würde, als die christlichen Fürsten ein-ander selbst bekriegten, und die Griechen, Aragonicr und Si-cilier den Frieden in der Christenheit störten; der Papstmöge deshalb zuvörderst die Ruhe und Einigkeit unter denChristen wiederherstellcn und erst, wenn solches geschehenwäre, Kreuzpredigtcn anorduen '"). Eben so unwirksamwaren die Briefe, in welchen Nikolaus die Genueser undVenetiauer aufforderte, ihre Streitigkeiten ruhen zu lassen.
13z) Oomimis vapa et äomiiii 6ar-ätnalcs, auclita tanta äesolartoueterrae sairccae et tNirisriaiiilatis,xlanaliim maximuiii koecrunt etkiicruirt xravissime pertiirlxiti. Nro-pter qitoä Hiiasi omni Nie taonrnt
a pterisgne <-1uoü orätiiari ciedcatNe aelcUrauüo coneNio xeilcrali.Mrroniaon s. Netri Lrlurtciiee x.L99. ZOU.
>34) Schreiben des Papstes an denKönig Philipp den Schönen vonFrankreich, Orvieto am sz. Augustipgi, bey Nainaldus -ul a. rag, h. so— 22 . Nikolaus erwähnt in diesemSchreiben nur des Verlustes von Pko>lcmaiS und Lyruül der Verlust desübrigen heiligen Landes war ihm alsodamals, als er das Schreiben erliest,noch nicht bekannt.tZL) Ilumiticer exorarit.
136) 6uit. ctc dlang. aliroiiiconI>. -ig.