Bcrathung der Christen in Ptolcmais. 755
arbeiteten selbst bis zur Mitte der Nacht an dein Ban einer 2Nothniauer aus Steinen, Brettern und Thurcn der Häuser,um die von den Saraceuen durchbrochene Oeffnung derMauer wieder zu schließen, und errichteten hinter dieserNothmauer, in welcher die gehörigen Schießscharten ange-bracht wurden, zwanzig treffliche Wurfgerüstedie sieaus den Thürme» holen ließen, so wie fünfzig kleinere Ge-schütze^»). Auch versahen sie alle diese Maschinen mit dengehörigen Geschossen, übertrugen die Bedienung derselben ge-übten Schützen und stellten zu jedem Wurfgcrüste eine hin-längliche Bedeckung von Bewaffneten. Nachdem sie mit sol-chen Anordnungen bis zu der letzten Stunde vor dem Auf-gange der Sonne sich beschäftigt hatten, ruhten sie in ihrenHerbergen nur kurze Zeit, und die Morgcnröthe war noch,7,^nicht sichtbar, als alle Haupllcute zu einem Kriegsrathe imHause der Johanniter sich versammelten
Viele erfahrene Männer äußerten in diesem Rache dieMeinung, daß es unmöglich wäre, Ptolemais länger zu be-haupten, nachdem in dem Kampfe des vorhergehenden Tageszwey tausend christliche Streiter wäre» erschlagen wordenund daß kein anderes Mittel, das noch übrige Volk zu ret-ten, sich erdenken ließe, als die Räumung der Stadt. Die-ser Vorschlag konnte aber nicht ausgeführt werden; dennobgleich das Meer frey war, so besaßen die Christen dochnicht mehr die erforderlichen Fahrzeuge, und in dem Hafenvon Ptolemais lagen nur zwey kleine Frachtschiffe^), aufwelchen kaum zweyhundcrt Menschen Platz finden konnten.
73) DsUstLs vertiAinaltkS xrenosis- 75) ldiä. II. 6. 7. p. 774.
7.4) Oe dipeäidus (sonst A. B. P.777 dipeäalidns ) seä
üe conrmunibus. Ikiä. x. 774.
77) Duos irsrvos äromoireg. Ibili.H. 7. p. 774.
76) Idi6. H. 6. 774.
Vbb 2