740 Geschichte der Kreuzzüge. BuchVIII. Kap.XXII.
Der Anblick von Ptolemais war prachtvoll; so wie Cölnlängs dem Ufer des Rheins, eben so erstreckte sich Ptolemaisin einer weiten Ausdehnung längs der Küste des Meers ^).AuS der unübersehbaren Menge von Häusern gleicher Höheragten zahlreiche Kirchen mit ihren Kuppeln oder Thürmenhervor, so wie auch die Häuser der geistlichen Ritterorden mitihren Thürmen und Zinnen und die Paläste der syrischenBarone. Die Mauern und übrigen Befestigungen der Stadtwaren mit Sorgfalt unterhalten worden; mancher wohlha-bende Pilger hatte, seitdem die Möglichkeit für die Christen,den Rest ihrer syrischen Eroberungen zu behaupten, auf demBesitze von Ptolemais beruhte, gern eine Beysteuer zur Wie-derherstellung oder zweckmäßiger» Einrichtung der Befesti-gungen dieser Stadt beygetragen; und so wie der KönigLudwig der Neunte von Frankreich während seines Aufent-halts im heiligen Lande der Ausbesserung der Mauern undBollwerke von Ptolemais seine Sorgfalt gewidmet hatte,eben so hatte noch in den letzten Zeiten die Gräfin von Vloisdurch die Erbauung eines neuen Thurms und einer neuenVormauer ein rühmliches Denkmal sich gestiftet 3«). Pto-lemais war damals sicherlich viel zweckmäßiger befestigt, alsin den Zeiten des Sultans Saladin, in welchen diese Stadtzwey Jahre den mühevollen Anstrengungen dreyer christlicherKönige und der trefflichsten Krieger des Abendlandes wider-stand. Die Mauer an der Seeseite war von solcher Dicke,daß zwey Wagen, welche auf deren Höhe sich begegnet wä-ren, einander hätten ausweichen können; von den Landseitenwar die Stadt durch eine doppelte Mauer und tiefe Gräben
37) Dese Skat lexlrct mitter exnro 38) Eesch. der Krcuzz. Buch VIII.
-ILe a.r s°I^ 6°I°» o? ^p. VIII. S. -SZ. Kap. XXI. S. ö«7.
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orä. leut. eax. S6i. x. 749«