724 Geschichte der Krcuzzüge. B u ch VIII. K a p. XXII.
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Kiihirah kämen, meldeten, daß die Hauptleute von Plole-mais zu nichts anderm sich verstehen könnten, als die Ver-brecher so lange, als der Waffenstillstand dauern würde, inder Haft zu halten und nach dem Ablaufe des Friedens ausdem Lande zu verweisen und deren Häupter mit ewiger Ge-fangenschaft zu strafen, weil sie fürchten müßten, durchgrößere Nachgiebigkeit den Unwillen ihres Volks zu erregen:so erwiederte der Sultan diese Meldung mit der Erklärungdes Kriegs ^).
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p. ?ü2. 7üz. Noch Ottokar vonHvrncck sandte der Sultan unmittel-bar, nachdem cl die Nachricht von demFriedensbruche crlialten hatte, Botennach Akers „ mit einer beschcidcnli>chen (d- >. verständigen oder billigen)Botschaft)" dieser Botschafter aber,obgleich co angesehene Männer wa-ren, wurden von den Leute» dcSpäpstlichen Legaten sieben erschlagen,und die übrigen, nachdem sie auf einesolche Weise waren mißhandelt wor-den, dag ihnen „wär für das Gene-sen der Tod lieber gewesen," auf ihreKameele gebunden und heim zu Landegeführt- Dieser Unfug des Legatenerregte allgemeine Erbitterung widerdie Christen unter den Saraeenen,welche cs auch dem Sultan verarg-ten, dag er keine Rache nahm, undder Sultan riech daher den Christen,welche in seinem Lande „des Kaufespflogen," heimzukchrcn und daS Ihrigein Sicherheit zu bringen. Die Chri-sten dagegen wurden sehr unwilligüber den Cardinal, welcher den ihnenbisher so nützlichen Frieden störte undihnen den Vorwurf zuzog, daß sie intreuer Erfüllung des Friedens vonden Saracenen übertroffen würden(Kap. 409. S93- 894). Hierauf
sandle der Sultan zwölf der bestenFürsten seines HofS heimlich nachAkers zu den Meister» der drei) Rit-terorden und forderte in Folge derBestimmungen des Waffenstillstandes(S- oben S. 676) für seine zehn vonden Christen erschlagenen Serjantendie Auslieferung von eben so vielenChristen ) die saracenischen Gesandtenwaren jedoch bereitwillig, sich selbstals Pfand so lange in die Gewalt derRitterorden zu geben, bis die ausge-lieferten Christen, und wären es disallerreichsten, mit gesunden Gliedernzurückgekchrt sei,» würden. DieserAntrag wurde durch die Könige vonChpcrn und Armenien und die Mei-ster der drei) Ritterorden dem Lega-ten mitgetheilt, indem der Meister derTempler das Wort führte; der An-trag erregte aber den heftigsten Un-willen des Legaten (Kap 412 S. 3gz— 397). Der Dichter erzählt hieraufsehr ausführlich (Kap. 413 S.397 b!SKap. 4>3 S. 401) die Verhandlun-gen, welche zwischen dem Legaten ei-nerseits und den Königen und denRitterorden andererseits Statt fan-den, indem die letzter» meinten, daßdie Ehre und das Wohl der Christenes notüwendig machte, die Forderungdes Sultans zu erfüllen; der Cardi-