716 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VlU. Kap. XXI.
fanden, machten die übrigen zu Sklaven und raubten allesGeld und alle Güter Die Gewalthaber von Genua bil-lig! eu zwar im Anfänge diese eigenmächtige Verletzung desFriedens und erstatteten den Bürgern und Kaufleuten von(Laffa die Kosten, welche sie auf diese Unternehmung gewandtbatten, »m alle ihre Unterthauen zur Nachahmung eines solöblichen Beyspiels aufzunninrern "). Als sie aber hörten,dasi der Sultan Kalavun, um den Raub jenes Schiffes zurachen, alle in seinen Staaten sich aufhaltenden Genueser,welchen es nicht gelungen war, zu rechter Zeit zu entfliehen,verhaftet hatte so eutschlosscn sie sich, dem Sultan Ge-nugthuung anzubieten. Sie nahmen dem SchiffshauptmannZacharias, welcher nach Genua zurückgekommen war, unddessen Genossen die gefangenen Muselmänner und die übrigeBeute ab rüsteten eine Galee aus und sandten mit
Lebensbeschreibung deS Sultans Ka-lavun tn den, AuSzuge, welchen Sil-vestre de Sach mitgetheilt hat, in den
sie l3'UibliotirLgue «tu Not ip. Xl.x. gl, beyde vollkommen übereinstim-mend. Der Raub deS Schiffes ge-schah nach den genuesischen Annalen
Kleinasicn. MarinuS Sanurug scheint(x. 2go) auf dieses Ereignis hinzu-dcuten, wenn er von den Kreuzfah-rern redet, gut tu xrovcscu corumterrani Oguctelorü suur aggressi, tt-
92) „Als der Sultan solcheshorte, w ließ er die Genueser,welche noch in seinen Plätzen sich be-fanden, verhaften l doch vergriff ersich nicht an ihren Gütern." Lebcnü-
beschr. des Kalavun a. a. O. Anders
yz) LebenSbcschr. des Sultans Ka-lavun a. a. O. Nach diesem Schrift-steller war BenedictuS Zacharias ge-nöthigt, nach Genua zurückzukchren,weil sowohl die Franken von Ptole-maiS als alle übrige Franken undselbst der griechische Kaiser ihm ihreHäfen verschlossen und keine Gemein-schaft mit ihm habe«! wollten. OieFranken durften allerdings in FolgedeS mit dem Sultan geschloffenenVertrages keinen Seeräuber hegenund pflegen.
yg) Dis Ausrüstung der Galee ge-schah im Decembe« caflg. Lu»»i.(teu 1. a.