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7,2 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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694 Geschichre der Kreuzzügc. BuchVIII. Kap.XXI.

2 Tkr.r»85.

stürzung unker allen morgenländischen Christen hervor. DerKönig Leo von Armenien, dessen Lander schon mehrere Maledurch die Truppen des Sulrans verwüstet worden waren,fürchtete, da Kalavun seinen Granzen sich genähert hatte,um so mehr einen feindlichen Ueberzug seines Reichs, alsalle seine bisherigen Bitten um Frieden bey dem Sultan keinGehör gefunden hatten, und sogar seine Gesandten zurückge-halten worden waren; er entschloß sich daher, den Friedenmit jedem Opfer und jeder Demüthigung, welche gefordertwerde» könnten, zu erkaufen, und verschaffte sich die Ver-mittelung der Templer, welche nicht lange zuvor dem Sul-tan wichtige Dienste geleistet harten und deshalb bey ihmin großer Gunst standen ' Der Comthur des Templer-ordens in Armenien, welcher mit Briefen des Königs Leound des Meisters der Templer in das Lager des Sultansbey Markab kam, fand zwar geneigte Aufnahme; es wurdeaber der Friede aus zehn Jahre, zehn Monate und zehnTage dem Könige von Armenien nicht anders bewilligt, alsgegen die Verpflichtung zur Entrichtung eines jährlichen Tri-buts von einer Million Dirhemö und zur Erfüllung andererschimpflicher Bedingungen, so daß nach dem Unheile einesarabischen Schriftstellers'") dieser Vertrag dem Sultan mehreinbrachte, als wenn er das armenische Land selbst an sichgenommen und in den besten Jahren alle Einkünfte desselbenbezogen hatie. Seit dieser Zeit war der König von Arme-nien völlig abhängig von dem Sultan Kalavun. AlS derKönig Leo in einen Krieg mit dem Sultan von Jconiumverwickelt war, so verlangie Kalavun die Auslieferung allerMuselmänner, welche in Gefangenschaft gcrathen waren,indem er behauptete, daß diese Forderung in der durch den

ig) Neinsuä Lxiraiis p. 8Z2.

rs) Des LebenSbeschreiberö des SuttanS Kalavun bey Relnaud ZLZ-