624 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap.XIX.
Cardinäle äußerten in ihrem Schreiben die Hoffnung, daßein Papst, welcher mit seinen eigeucn Augen die Noth undVedrängniß des heiligen Landes gesehen hatte, den rechtenWeg wählen würde, um die lange ersehnte Errettung desErblheils Christi zu bewirken; und sie bezeichnet«,! zugleichdie Pilgerfahrt ihres neuen Oberhauptes nach Syrien undseinen mehrjährigen Aufenthalt daselbst, wodurch er Gelegen-heit gefunden hätte, den Zustand dieses Landes genau kennenzu lernen, als eine erfreuliche Fügung Gottes und als eineder wichtigsten Ursachen, durch welche ihre Wahl bestimmtworden wäre""). Unter den syrischen Christen erweckte dieNachricht von der Wahl des Archidiakonus ThealduS zumPapste große Freude"); und ihre Hoffnungen wurden durchseine tröstlichen Zusicherungen gestärkt. Denn noch in derPredigt, in welcher er von den Bewohnern von PtolemaisAbschied nahm, wandte er auf sich die Worte des Psalmsan: „Vergesse ich dein Jerusalem, so werde meiner Rechtenvergessen; und meine Zunge müsse an meinem Gaumen kleben,wo ich deiner nicht gedenke, wo ich nicht lasse Jerusalemmeine höchste Freude seyn
Am achten Tage nach dem Feste des heiligen Mar-'S;A°-tin, am iy. November 1271, verließ Thealdus Ptole-2. 1-»i. mais, und am Ncujahrstage des JahrS 1272 landete er imHafen von Vrundusium "). Von dort eilte er, ohne inden Staaten des Königs Karl von Sicilien, welcher ihn mitgebührenden Ehrenbezeigungen empfing, lange zu verweilen,auf geradem Wege nach Viterbo, wo noch immer die Car-dinäle versammelt waren"); und seine erste Thätigkeit,
11) Schreiben der Cardinäle bei)NainalduS t. v. tz. iz.
12) Hugo Plagon a- a. O. Marin.Sau- x. SSL.
13 ) Ps. 137, V. S- 6. Marin. Sa-nnt. I. v.
14) Hugo Plagon a- a. O-
iz) Schreiben des Papstes Gregor X.