Tod des Sultans BibarS. 619
in diesem Jahre durch Gift sterben würdet). Die meisten'Schriftsteller stimmen zwar darin überein, daß der unerwarteteTod des Sultans durch eine Vergiftung bewirkt wurde;sehr abweichend sind aber die Meldungen auch dieser Schrift-steller über die Veranlassung und die einzelnen Umstande.Nach Einer Nachricht hatte der Sultan durch seine Erpres-sungen, welche er gegen Christen und Juden sowohl alsgegen seine moslemischen Unterthanen übte, nicht nur imAllgemeinen sich sehr verhaßt gemacht; sondern insbesondereauch die Einwohner von Damaskus durch eine schnöde Be-handlung erbittert. Ms er seinen letzten Feldzug gegen dieMogolen unternahm, so erhob er von den Einwohnern jenerStadt eine außerordentliche Kriegssieutr und beruhigte denImam Mohieddi», einen einsichtsvollen und sehr geachtetenMann, welcher ihm deshalb Vorstellungen machte, mit derVersicherung, daß die Steuer sogleich mit der Beendigungdes tatarischen Krieges aufhören würde. Da er aber sieg-reich zurückkehrte, so erließ er an den Vorsitzenden desDivans von Damascus einen Befehl des Inhalts: „wirwerden nicht eher vom Rosse steigen, als wenn die StadtDamascus zweyhundert Tausend Silbermmizc:', deren Land-schaft dreyhuudert Tausend, eben so viele deren Ortschaftenund Dörfer, und das mittägliche Syrien eine Million bezahlt
y ?1 Chronik dcS Kotbeddin bei) EbnFcrath. Ucinarrci x 537. Nach Abul-feda beruhte jene Weissagung auf ei-ner totalen Mondfinsternis, welche(rz. Mai 1277) nicht lange vor demTode des Sultans Statt gefundenhatte. Schon Wilhelm von Tripolis(Oueiicsiro 'b. V x. 435) erwähnt inseinen im Jahre 127z niedcrgcschrie-benen Nachrichten einer Weissagungvon dem bevorstehenden Tode dcüSultans Bibars: hloo ertam anno,
nt kaxiontes Saraocirorum cNorinr,LstroloZi ct IVIalirematioi, morinirrisesr l Solraiiris Ooirstogar), er poscci»s odrliim alius cx-urgtr 1 nioliri 5 ,gut inkra ctomiirir ent airirrim Mo-tto in terra; iiorrrm ooZiriror vcrrreOerie.
I. Cbr.1277.